Die Bilder in diesem Archiv sollen die Hoyerswerdaer Stadtgeschichte dokumentieren, besonders das Werden und Vergehen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aber auch Abbildungen wichtiger Ereignisse vergangener Jahrzehnte werden aufgenommen. Natürlich kann ein solches Archiv nie wirklich vollständig sein, aber wir werden versuchen, diesem Zustand so nahe wie möglich zu kommen.
Und hier können Sie helfen: Viele Leute haben noch schuhkartonweise alte Fotos zu Hause, möglicherweise auch Negativfilme. Wären Sie bereit, uns Ihre Bilder für dieses Archiv zur Verfügung zu stellen? Als Gegenleistung erhalten Sie die zur Veröffentlichung ausgewählten Fotos in digitaler Form und höchstmöglicher Auflösung auf CD. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Historische Fotos" oder rufen Sie an: 03571/48705350.
Zuletzt aktualisiert am 12.04.2012 | 85 Bilder
ZWISCHEN 2000 UND 2010 hat die Stadt schwer um ihre Konsolidierung zu kämpfen. Nicht nur das Image aus der Zeit der ausländerfeindlichen Pogrome vom September 1991 klebt. Auch Schlagworte wie „Abriss allüberall“, „am raschesten alternde Stadt“ und massiver Rückgang der Einwohnerzahl machen Hoyerswerda schwer zu schaffen. 2010 sind es, die Bürger der eingemeindeten Orte Bröthen/Michalken, Dörgenhausen, Knappenrode, Schwarzkollm und Zeißig mitgerechnet, nur noch 38.218 Hoyerswerdaer, Tendenz: fallend.
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2012 | 19 Bilder
ZWISCHEN 1990 UND 2000 ... beginnt in Hoyerswerda das, was gern „Stadtumbau“ genannt wird, im Kern aber den großflächigen Abriss nicht mehr begehrten, nicht mehr benötigten Wohnraums meint. Allerdings entsteht auch Neues: Am 31. August 1995 eröffnet das Lausitz-Center am Lausitzer Platz. Am 16. Januar 1999 wird das Lausitzbad eingeweiht. Politisch steigt Hoyerswerda in die Oberliga auf, wird am 1. Januar 1996 kreisfrei. Und vom 4.-6. September ist man Gastgeberstadt des 7. Tages der Sachsen – wohl DAS Ereignis überhaupt.
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2012 | 74 Bilder
ZWISCHEN 1980 UND 1990 ... werden die WK-XI-Pläne ad acta gelegt. Gebaut wird noch, auf der anderen Seite der Fernverkehrsstraße, der WK X (1986-90/ über 2.000 Wohnungen). Das Haus der Berg- und Energiearbeiter ist acht Jahre nach Auftakt fertig. Am 30. April 1984 wird es eingeweiht. Verkehrstechnische Innovation: der O-Bus-Betrieb wird am 8. Oktober 1989 aufgenommen. Seine Ära endet bereits am 30. Dezember 1994. Noch früher endigt die DDR: Auch in Hoyerswerda wird demonstriert; erstmals am 30. Oktober 1989.
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2012 | 26 Bilder
ZWISCHEN 1970 und 1980 ... übernimmt immer mehr der Portalkran die Funktion des Baumeisters: offene Block-Linien statt geschlossener Karrees. Am sichtbarsten wird das in den (vor)letzten Wohnkomplexen – dem 1965 begonnenen und 1972 fertig gestellten WK VIII (3.000 Wohnungen) und IX (1972-75/ 2.700 Wohnungen). Am 16. September 1976 wird der Grundstein der heutigen Lausitzhalle gelegt. 1977 erreicht die Einwohnerzahl Hoyerswerdas mit 71.084 ihr Allzeithoch. Die konzipierten 110.000 erreicht man nie.
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2012 | 18 Bilder
ZWISCHEN 1960 UND 1970 ... geht es in der Neustadt zur Sache. Ihr Grundstein war offiziell am 15. Juni 1957 (heute Otto-Damerau-Straße 2-10) gelegt worden, nun entstanden die WK: Wohnkomplexe, sozialistisch für „Quartier“. (Platten-)Wohnhäuser samt Nahversorger (Kaufhalle, Kita, Schule ...). Die WK I und II (gebaut 1957-59) hatten 700 Wohnungen; WK III (1959-61) 1.300; WK IV (1961/62) 1.400; WK V (1962-64) 1.300; WK VI (1964/65) 1.200. Am 28. Juni 1968 eröffnet das CENTRUM, am 10. Dezember 1968 das Krankenhaus.
Zuletzt aktualisiert am 30.01.2012 | 8 Bilder
ZWISCHEN 1950 UND 1960 ... kommt Hoyerswerda in Bewegung wie seit der vermeintlichen Gründung 1003 nicht. 1952 wird Hoyerswerda Kreisstadt. Am 31.08.1955 werden zwei Grundsteine gelegt: für das Kombinat Schwarze Pumpe – und dessen Wohnstadt Hoyerswerda-Neustadt; letzterer in der Altstadt, der heutigen August-Bebel-Straße 16. Das 1.000-Mann-Lager entsteht (1955/56), ab 2. Mai 1957 der erste Plattenbau (heute Konrad-Zuse-Straße 9-13), im September 1956 eröffnet der Tiergarten, am 14.11.1958 die Scholzhalle.
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2012 | 7 Bilder (Kommentare: 1)
BIS 1950 ... ist Hoyerswerda im Wesentlichen ein Ackerbürgerstädtchen von etwa 7.000 Einwohnern. An die Neustadt ist nicht zu denken. Das Leben spielt sich rund um den (kriegsbeschädigten) Turm der Johanneskirche ab. Neben Schloss, Rathaus und besagter Kirche sind prägende weltliche Gebäude der Stadt das Amts- und das Schießhaus (später Lessinghaus und Kastanienhof/beide 1702), Realreform-Gymnasium, der Wasserturm von 1908, die Post – und die Häuschen der Handwerkergasse. Nicht zu vergessen Kreuz- und Katholische Kirche.