Lokalsport aktuell

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Dreifaches Gold bei Deutschen Meisterschaften

13.07.2015 01:00

Medaillengeschmückt kehrte die kleine Hoyerswerdaer Delegation von den Deutschen Junioren-Meisterschaften in der Sportakrobatik aus Riesa zurück.
Medaillengeschmückt kehrte die kleine Hoyerswerdaer Delegation von den Deutschen Junioren-Meisterschaften in der Sportakrobatik aus Riesa zurück.

Von Björn Fünfstück

Eine wahre Hitzeschlacht hatten die Sportakrobaten des Sportclubs Hoyerswerda in der WM-Halle in Riesa auszukämpfen. Dabei ging es nicht nur um die Vergabe der Medaillen zur Deutschen Juniorenmeisterschaft, sondern auch darum, wer mit den extremen Bedingungen in der Sporthalle am besten zurechtkommt. Bei Temperaturen um die 40 Grad in der Wettkampfstätte war das keine leichte Aufgabe.

So gab es auch hin und wieder den einen oder anderen Fehler zu beobachten. Auch an den Hoyerswerdaer Sportlern gingen die extremen Umstände nicht spurlos vorbei. So erwischte zum Beispiel das Damenpaar mit Lina Ebert und Nancy Deger keinen guten Tag. Gleich als erste Starter des Wettkampfes mussten sie mit der Tempoübung auf die Matte. Angesichts dieses mehr als ungünstigen Startplatzes ist der 6. Platz hier mehr als beachtlich. Wer weiß was ein späterer Start ermöglicht hätte.

In der Balanceübung forderte die Hitze dann aber ihren Tribut. Ein Element wollte den beiden Mädels einfach nicht gelingen. Platz zehn und ein bisschen Frust brachten sie schließlich mit nach Hause.

Pia Schütze und Gina Lee Nickler kamen dagegen fehlerfrei durch die Übungen. Mit Bronze in der Tempoübung sorgen sie für das erste Edelmetall für Hoyerswerda. Übertroffen wurde das dann sogar noch von der sensationellen goldenen Medaille, also dem Deutschen Meistertitel, in der Balanceübung. Hier kamen die Beiden am besten durch ihr Programm, wohingegen viele andere Paare, unter anderem auch die Topfavoriten, mächtig Federn lassen mussten. Komplettiert haben Pia und Gina ihren Medaillensatz dann im Mehrkampffinale am Sonntag. Silbern wurde es hier – also der Titel als Deutscher Vizemeister.

Mit Lara Ziemer und Stefan Höntsch ging auch ein Mixed-Paar ins Rennen. Hier gab es einen Dreikampf um die Medaillen zwischen Riesa, Dresden und Hoyerswerda. Denkbar knapp belegten Lara und Stefan in der Tempoübung den 2. Platz hinter Riesa. Das Dresdener Paar wurde doch relativ deutlich auf Platz drei verwiesen. In der Balanceübung dann das gleiche Bild: Hoyerswerda wieder Deutscher Vizemeister. Im Mehrkampffinale am Sonntag hieß es dann noch einmal Nerven bewahren, was Lara und Stefan auch bestens gelang. Ein drittes Mal sicherten die beiden sich die silberne Medaille. Unterm Strich können sie mächtig stolz auf ihre drei Deutschen Vizemeistertitel sein.

Mit Xenia Bartel, Lisa Müller und Lena Waschulewski konnte der Sportclub Hoyerswerda seit langer Zeit mal wieder ein aussichtsreiches Juniorentrio bei einer Deutschen Meisterschaft an den Start bringen. Bereits die zurückliegenden Qualifikationswettkämpfe ließ die Hoyerswerdaer auf ein gutes Abschneiden hoffen. Und so sollte es auch tatsächlich kommen. Eine optimale Balanceübung ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Goldmedaille und damit Deutscher Meister für die drei Hoyerswerdaerinnen. Etwas Ernüchterung dann nach der Tempoübung. Ein kleiner Fehler bringt Platz vier, schürte aber den Kampfgeist für das Mehrkampffinale. Dort konnten sie noch einmal voll und ganz überzeugen. Sie sicherten sich hochverdient den Titel als Deutscher Mehrkampfmeister in der Juniorenklasse. (BF)


Mit vereinter Kraft die Landesligen erobern

19.05.2015 13:27

Mario Tröster
Mario Tröster

Von Uwe Jordan

Mit Hoyerswerdas Fußball steht es nicht zum Besten: Vorbei die Zeiten, da eine SpVgg Hoyerswerda 1919
den Deutschen Meister Yorkboyn Insterburg schlug und den Prager DSC vor 7 000
Zuschauern am Adler herausforderte. Vorbei die Zeiten, da die BSG Aktivist Schwarze
Pumpe in der zweithöchsten DDR-Spielklasse, der Liga, und deren
Nachwende-Folgeklassen 34 Jahre lang "unabsteigbar" war; als FSV
Hoyerswerda um 2000 sogar an die Türen des Profi-Fußballs klopfte.

Heute wachsen in Hoyerswerda immer noch große Talente heran - wie etwa der für
Borussia Mönchengladbach in der 1. Bundesliga spielende und sogar mit der
National-Elf in Verbindung gebrachte Tony Jantschke. Aber mannschaftsmäßig ist
der SV Zeißig in der Kreisoberliga, vormals Bezirksklasse, das beste Team der
Stadt. 1919 kämpft in ebenjener Kreisoberliga gegen den Abstieg. Der FC
Lausitz, Erbe von Aktivist und FSV, muss für diesmal mit einer anständigen
Kreisliga-Saison zufrieden sein. Das alles tut echten Fußballfreunden in der
Seele weh.

Die tatkräftigsten von ihnen wollen das Übel an der Wurzel packen:
der unseligen Zersplitterung der Kräfte in Stadt und Region. Beginnen, das
wissen sie, müssen sie ihre Radikalkur im Nachwuchs. Mario Tröster, einer der
engagiertesten langjährigen Aktiven und Trainer, hat darum die Vereine von
Stadt und Altkreis aufgerufen, einen Jugendförderverein ins Leben zu rufen, in
dem die besten Nachwuchsfußballer hierorts künftig nicht mehr gegen-, sondern
miteinander spielen, aber im Männerbereich ihren Stamm-Vereinen wieder zur Verfügung
stehen. Nach einer ersten Abtast-Runde gab es ein zweites Treffen im Seenland
Bowling & Event House. Es sieht so aus, als ob die Rettung des
Hoyerswerdaer Fußballs gelingen könnte! Wir sprachen mit Mario Tröster.

Mario - was soll, was kann ein Jugendförderverein bewirken?

Er kann und soll Kräfte zusammenfassen. Ziel muss sein, dass
"hoyerswerdische" Mannschaften in allen Altersklassen, die das
gestatten, wenigstens auf Bezirks-, am besten auf Landesebene spielen.
Mittelfristiges Ziel ist die Landesliga für A-, B-, C- und D-Junioren. Es nutzt
nichts, vier "ganz gute" verschiedene Teams auf Kreis-Ebene zu haben,
wenn es keine Spitzen-Mannschaft gibt, in der echte Talente sich erweisen
können, Spielpraxis und damit Erfahrung auf Landes-, wenigstens auf Bezirks-Ebene
bekommen und gezielt gefördert werden können. Solche "Talent-Bündel"
sollen die Mannschaften eines künftigen Jugendfördervereins sein ...

... und die anderen, nicht so Talentierten, vielleicht sogar nur in ganz jungen
Jahren nicht so Talentierten, fallen durchs Rost.

Falsch; ganz falsch! Zum einen soll der Jugendförderverein erst ab den
D-Junioren greifen. Noch Jüngere, also E-, F- und G-Junioren oder Minis, sollen
in ihren Stammvereinen weiterspielen. Und wenn es bei den Älteren genügend Aktive
gibt, spricht doch gar nichts dagegen, dass eine "Zweite" auf
Kreis-Ebene spielt. Nur ein Spitzen-Team - das muss es geben! Sonst kann man
den Fußball in der Region nicht beleben.

Aber ist das nicht ein Pakt mit dem Teufel? Wer seine Talente einmal dem
Jugendförderverein überantwortet hat, sieht sie nie wieder - und schon gar
nicht im Männerbereich, wenn sie da dringend gebraucht werden.

Auch das ist falsch. Für den Jugendförderverein bekommen die Aktiven ein
Zweitspielrecht. Das heißt, sie bleiben immer Mitglied ihres Stammvereins und
können dort sofort wieder eingesetzt werden, wenn es gewünscht wird.

Ohne Wartezeiten?

Ja. A- oder B-Jugendliche, vielleicht sogar mit einem Sonderspielrecht schon ab
17 Jahren bei den Männern, können, wenn es die Kräfte hergeben, theoretisch am
Sonnabend im Nachwuchs spielen und am Sonntag bei den Männern - oder umgekehrt.
Und sie sind keine "Bankdrücker" bei den Älteren, sondern stets im
Spielbetrieb. Das ist eine Sache, die dem Können absolut zuträglich ist.

Gibt es auch, heute ja leider wichtiger denn je, wirtschaftliche Gründe, die
für einen Jugendförderverein sprechen?

Absolut! Man kann die Fahrdienste koordinieren. Hat mit den Plätzen weniger
Scherereien. Schiedsrichterkosten werden vom federführenden Verein gestemmt.
Vielleicht ist sogar die Sponsorenwerbung einfacher. Vor allem aber ist der
moralische Faktor ein enorm wichtiger. Die Animositäten und Eifersüchteleien
sollten der Vergangenheit angehören, und wenn sich der Erfolg einstellt, wird
sich alles noch viel eher zum Positiven wenden. Außerdem werden wir alles
daransetzen, eine Ausnahmestellung in der Region zu erreichen und den Jungs
etwas bieten zu können, dass sie wieder heiß darauf sind, hierherzukommen, wie
ich es aus meiner Jugend noch kenne. Weil hier sportlicher Erfolg schon im
Jugendbereich möglich ist. Weil hier eine "richtige" Karriere beginnen kann, da die Trainer eines solchen Jugendfördervereins professionell arbeiten und Talentspäher großer Klubs hier eher vorbeischauen als bei einem
Stadt- oder Dorfverein der Kreisklasse C. Hier geht kein Talent verloren! Und
als Bonbon kann ein Jugendförderverein auch Trainingslager im Ausland anbieten
- wie bei den Profis.

Wer hat Interesse an einem solchen Jugendförderverein bekundet?

Der SV Zeißig. Der LSV Bergen 1990. Der Hoyerswerdaer SV 1919. Und der FC
Lausitz Hoyerswerda. Andere Vereine, die ganz "kleine" Jugendmannschaften haben, die für uns altersmäßig noch nicht interessant sind, es aber werden könnten, haben Aufgeschlossenheit signalisiert, so der FSV Lauta
und die SpVgg Lohsa/Weißkollm.

Wann könnte denn der "JFV Hoyerswerda" starten?

In der Saison 2016/2017. 2015/2016 wird eine Übergangssaison, in der wir
vielleicht schon drei D-Jugend-Teams formieren. Aber etwas muss ich
korrigieren!

Bitte! 

Du sagtest "JFV Hoyerswerda". Das ist Quatsch. Über Namen, Sitz, Logo
und all das Drumherum lass uns reden, wenn wir unumstößlich wissen: Wir heben
den Verein aus der Taufe! Erst muss der Grundsatz geklärt sein. Da bin ich sehr
optimistisch, und gerade deshalb möchte ich das nicht durch Detail-Diskussionen
über Nebensächlichkeiten gefährden.

Würdest Du dem Verein als Trainer zur Verfügung stehen?

Selbstverständlich!

Wie sieht's mit solcher Kräfte-Bündelung bei den Männern aus?

Da möchte ich nur sagen: Die sind leider noch nicht so weit wie der Nachwuchs.
Kein Wort weiter; nein.

Wann gibt's das nächste Treffen der Arbeitsgruppe Jugendförderverein?

O - wir haben ja gerade erst getagt; da haben wir noch keinen nächsten Termin
vereinbart. Aber er wird rasch kommen; wir teilen ihn mit.

Und wer sich jetzt schon, über die vier genannten Vereine hinaus, für den
Jugendförderverein interessiert ...

... der kann mir gern eine Mail schreiben und wird umgehend Antwort auf alle
Fragen zu unserem Projekt erhalten.

Kontakt zu Mario Tröster kann man aufnehmen über mario.troester@gmx.de


Mit fünf Treffern zu drei Punkten

18.05.2015 08:50

Die Neustädter Fußballer sind eine eingeschworene Truppe. Gemeinsam erkämpften und feierten sie den Heimsieg.
Die Neustädter Fußballer sind eine eingeschworene Truppe. Gemeinsam erkämpften und feierten sie den Heimsieg.

Gerade in der Tabelle unten rangierende Mannschaften sind unberechenbar. Das ist bekannt. Entsprechend gewarnt gingen die Neustädter Fußballer am Samstag das Heimspiel gegen Schlusslicht Cossebaude an. Bereits nach 15 Minuten zappelte der Ball erstmals im gegnerischen Tornetz. Miloslav Kousal war der Schütze.

Doch es dauerte nur sechs Minuten und die Gäste kamen durch Tom Peschel zum 1:1-Ausgleich (21.). Noch vor der Pause sorgte Christoph Wilde für die erneute Neustädter Führung (36.). Gleich nach dem Wiederanpfiff erhöhte Norman Both auf 3:1 (46.). Doch die Gäste ließen nicht locker und verkürzten durch einen Treffer von Robert Petzold auf 3:2 (52.). Der von Miloslav Kousal verwandelte Elfmeter (58.) brachte die Neustädter endgültig auf die Siegerstraße. Für den Schlusspunkt sorgte Martin Fallant in der 67. Minute mit dem Treffer zum 5:2.

„Das war das erwartet schwere Spiel gegen den Tabellenletzten. Wir mussten uns 100-prozentig konzentrieren. Aber damit hatten wir in der ersten Halbzeit Probleme, was man deutlich spüren konnte. Immer wieder bekamen wir nach einem eigenen Treffer einen Gegentreffer. In der zweiten Halbzeit mit dem Elfmetertor zum 4:2 war dann endlich der Weg frei zum Sieg. Endlich haben wir auch mal mehr als einen oder zwei Treffer erzielt“, so die Kurzanalyse von LSV-Trainer Karsten Haasler.

Norman Both freute sich über den eindeutigen Sieg. Und Miloslav Kousal fand: „Wir hatten heute einen richtig guten Lauf mit einem ganz klaren Ergebnis.“ Tormann Dominik Kosel fand zwar, dass die Abwehr bei den zwei Gegentreffern nicht richtig eingestellt war. Anton Rolof sprach von Leichtsinn in der Defensive, wodurch zwei Tore kassiert wurden, die vermeidbar gewesen wären. Dominik Kosel verbreitete aber auch Optimismus und blickte nach vorn: „Wir werden von Woche zu Woche stärker. Ich denke, wenn es weiter so läuft, dann werden wir in der nächsten Saison weiter oben angreifen.“ (WM)

LSV Neustadt/Spree spielte mit: Dominik Kosel, Anton Rolof (74. Tobias Lohr), Christoph Wilde, David Schmidt, Norman Both (74. Martin Buder), Carsten Schneider, Toni Richter, Silvio Liebe, Miloslav Kousal, Martin Fallant, Stanley Antkewitz (68. Falk Weichert),


Der LHV verspielt alle Aufstiegschancen

20.04.2015 01:00

Wie vor Wochenfrist in heimischer Halle war Lukasz Stodtko am Samstag auch gegen den LVB Leipzig nur schwer zu bremsen und der erfolgreichste LHV-Torschütze.
Wie vor Wochenfrist in heimischer Halle war Lukasz Stodtko am Samstag auch gegen den LVB Leipzig nur schwer zu bremsen und der erfolgreichste LHV-Torschütze.

Von Paul Barth

Die Arena Leipzig war am Samstag der Spielort für das vorletzte Spiel des LHV Hoyerswerda in der Saison 2014/2015. Was sich groß anhört, war aber nur eine kleine Nebenhalle der großen Arena Leipzig. In der eher spärlich gefüllten Halle kam nur dank der treuen LHV-Fans ein kleines bisschen Stimmung auf. Das Spiel fand eher in einer Trainingsspielatmosphäre statt und das schien dem Team von LHV-Trainer Conni Böhme nicht gutzutun. Es wirkte das gesamte Spiel über so, als wären alle Spieler nicht mit hundert Prozent dabei.

Die Partie begann sehr zäh und es dauerte über vier Minuten, bis die Gäste das 1:0 warfen. Beide Teams hatten mit den offensiven Deckungen einige Probleme und mussten sich erst einige Lösungen überlegen. Der LHV deckte offensiv gegen Jacob Fritsch. Die Leipziger bedachten Lukasz Stodtko mit einer Sonderbewachung. Das Spiel plätscherte dann so dahin und keinem Team gelang es, sich abzusetzen.

Immer konnten die beiden Kontrahenten jeweils durch Fehler der verteidigenden Mannschaft ihre Torchancen nutzen. Aufseiten des LHV war es immer wieder Eric Zeithamel, der im Tor eine gute Partie machte und Großchancen der Leipziger abwehrte. Im Angriff hielt Lukasz Stodtko mit seinen Treffern, wie schon in den letzten Begegnungen, die Gäste immer wieder im Spiel. Bis zur Halbzeitpause konnte sich keine Mannschaft absetzen und so ging es beim Stand von 12:12 in die Kabinen.

Um weiter im Aufstiegsrennen zu bleiben, hätte es für den LHV einer deutlichen Leistungssteigerung bedurft. Bis zur 36. Minute ging es weiter Kopf an Kopf, bis Lukasz Stodtko sich in einen Rausch warf. Fast jeden Angriff verwertete er in dieser Phase. Die Leipziger versuchten, seine Kreise durch überhartes Einsteigen einzugrenzen. Davon lies er sich jedoch nicht beeindrucken und warf munter weiter. Als es nach 48 Minuten 22:18 für den LHV stand, dachten wohl viele in der Halle an eine Vorentscheidung. Doch der LVB hatte besonders in Person von Jacob Fritsch etwas dagegen und gab das Spiel noch nicht auf. Wie Lukasz Stodtko einige Minuten zuvor verwandelte er nun mehrere Chancen und brachte die Leipziger wieder heran. Nach 56 Minuten hatten es die Hausherren geschafft, zum 25:25 ausgeglichen.

Der LHV fand trotz des verlorenen Momentums immer wieder Lösungen, sich nicht abschütteln zu lassen. In den verbleibenden Minuten ging es eng zu, aber kein Team konnte sich absetzen. So kam es folgerichtig zum Endstand von 28:28. Hoyerswerda hatte es nach 48 Minuten verpasst, den Sack zuzumachen, um so den Sieg mit in die Elsterstadt zu nehmen.

Nach dem Spiel saßen die LHV-Spieler mit hängenden Köpfen auf der Bank, wussten sie doch, dass sie nun keine Chance mehr auf den Sachsenmeistertitel und den damit verbundenen Aufstieg haben. Plauen-Oberlosa gewann zeitgleich gegen Leipzig/Zwenkau und Radeburg verlor gegen den Absteiger Weinböhla.

Somit konnte Plauen den verdienten Aufstieg feiern. Am nächsten Samstag geht es für den LHV zum Saisonabschluss gegen die HSG Neudorf/Döbeln. Mit einem Sieg könnte ein Medaillenplatz gesichert und somit ein versöhnliches Ende einer schwierigen Saison geschafft werden.

Für den LHV spielten: Eric Zeithamel, Ben Krahl, Ringo Schäfer (3 Tore), Lukasz Stodtko (8), Tobias Sieber (6), Lukas Baase (1), Christian Herzer (1), Robert Devantier, Michal Naimann (5/2), Malik Reimann (4)


Das Rundenkarussell auf dem Motodrom drehte sich

14.04.2015 01:10

Daumen hoch! Torsten Simon vom MC Lohsa fuhr beim Saisonauftakt auf der Kartbahn zum Sieg in der Klasse KZ 2 Gentlemen.
Daumen hoch! Torsten Simon vom MC Lohsa fuhr beim Saisonauftakt auf der Kartbahn zum Sieg in der Klasse KZ 2 Gentlemen.

Von Werner Müller

Beim Saisonauftakt auf der Kartbahn in Lohsa waren am Sonntag 86 Rennfahrer in den verschiedenen Kartklassen am Start. Für den MC Lohsa gingen Torsten Simon in der Klasse KZ 2 Gentlemen und Alexander Bucholtz aus Radebeul in der Klasse KZ 2 sowie Rick Hartmann aus Kamenz in der Klasse ADAC X30 Junior ins Rennen.

Durchstarten konnte Torsten Simon schon im freien Training und im Zeittraining. Er ging mit einem guten Bauchgefühl in die zwei Wertungsläufe, die er auch mit Bravour bestand. Mit weitem Vorsprung vor dem übrigen Fahrerfeld überquerte er nach 19 Runden als Sieger die Ziellinie. Er und sein Techniker Peter Pouva freuten sich über den gelungenen Saisonauftakt.

Rick Hartmann, dem sein Vater Ronny Hartmann als Techniker zur Seite stand, belegte in den Wertungsläufen jeweils den 2. Platz. Ein wenig Pech hatte hingegen Alexander Bucholtz. Bis zum ersten Wertungslauf lief alles bestens. Im zweiten Wertungslauf machte ihm eine undichte Kraftstoffleitung Probleme. Benzin tropfte auf die Reifen, die verloren die Haftung. Alexander Bucholtz rutschte im wörtlichen Sinne noch auf den 7. Platz ab. Aber als Sportsmann sieht es der Jurastudent ganz locker und meinte: „Ich war dabei, das war ein tolles Gefühl. Und ich habe die Hoffnung, dass es bei den anderen Rennen der Serie besser läuft.“ Sein Vater Wolfgang Bucholtz ergänzte. „Da müssen wir noch ein wenig schrauben und kontrollieren, damit der nächste Start erfolgreicher wird.“

Das Motorsport-Wochenende auf der Lohsaer Kartbahn war rundum gelungen. Bei herrlichem Wetter konnten die Zuschauer an der Strecke mitfiebern, als sich das Rundenkarussell drehte und die Fahrer um beste Platzierungen wetteiferten. Auf der 850 Meter langen Piste erreichten die Schnellsten Geschwindigkeiten um die 80 Kilometer pro Stunde. Am Sonnabend absolvierten die Teilnehmer das freie Training sowie das Zeittraining. Ab Sonntagmittag starteten die Sprintrennen und am Nachmittag die zwei Wertungsläufe.

Jährlich organisiert der MC Lohsa drei größere Veranstaltungen auf der Kartbahn. Der anspruchsvolle Kurs ist in erster Linie auf den Rennkartbetrieb ausgelegt. Neben diversen Meisterschaftsläufen, die immer ein großer Publikumsmagnet sind, findet hier das Training des örtlichen Kart-Clubs MC Lohsa statt. Wer möchte, kann von Mittwoch bis Sonntag von mittags bis abends Rennsportluft schnuppern und mit einem Leihkart im Motodrom ein paar Runden drehen. Kartbahnbetreiber Mathias Lesch freut sich über jeden Rennsportbegeisterten. Telefonische Anmeldungen sind unter 035724 56836 möglich.


Erstes Renn-Wochenende der Motorsportsaison 2015 auf der Lohsaer Kartbahn

10.04.2015 15:51

Auch wenn die „Super-Ligen“ des deutschen und internationalen Kartsports nicht mehr in Lohsa Station machen, sondern neuere, breitere, modernere Bahnen vor allem im Westteil Deutschlands für gesamt-nationale und internationale Meisterschaftsläufe bevorzugen – der seit 1967 in der K-Wagen-/ Kart-Szene fest verankerte Name Lohsa hat nichts an Glanz und Anziehungskraft verloren! Heute sind es vor allem die Klassiker (Foto) und ostdeutschen Regionalserien, die hier ihre Rennen austragen und sich dabei über Mangel an Gaststartern aus ganz Deutschland und sogar Europa nicht beklagen können.

So wird’s auch am jetzigen Wochenende (11./12. April // Sonnabend/ Sonntag) sein, wenn der Sächsische Landespokal der Serien KCT (Kart Classic Trophy) und OAKC (Ostdeutscher ADAC* Kart Cup / *ADAC = Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) ausgefahren wird. Der Sonnabend ist den freien und gezeiteten Trainings der 50-ccm-, 125-ccm-, Hochräder-, Getriebe-, Youngtimer- und sonstigen Klassen vorbehalten, ehe am Sonntag gegen 9 Uhr die Rennläufe begonnen. Da etwa 100 Fahrer gemeldet haben, sind gut besetzte Rennfelder und damit spannender Sport zu erwarten, denn eine Kart-Runde sieht oft mehr Überhol-Versuche als ein ganzes Formel-1-Rennen! Für den MC Lohsa starten René Raßmussen (ein ganz großer Name der Rennsportgeschichte!) aus Hoyerswerda, Uwe Wiesenhüter aus Schwarzkollm, Rick Hartmann aus Kamenz und Torsten Simon aus Radebeul. Am Sonntag gegen 17.30 Uhr ist die Siegerehrung aller Klassen geplant. Text: Werner Müller (mit JJ)/ Foto: Uwe Jordan// 17.5.: Langstrecke Sachsen// 15./16.8.: Sächsische Landesmeisterschaft Moderne Klassik// 5./6.9.: Sächsischer Landespokal NAKC (Norddeutscher ADAC Kart-Cup)/ KCT/ OAKC// 24./25.10.: Lutz-Döpmann-Memorial (Winterpokal)// Motorlos: 27.6. Seifenkisten)