Lokalsport aktuell

Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig die wichtigsten Sportereignisse aus Hoyerswerda und der Region.

Auf direktem Wege zurück in der Kreisoberliga

30.07.2014 16:11

Trainer Waldemar Adamowicz schaut im Gespräch zurück und voraus. Klare Zielstellung: Die DJK Blau-Weiß Wittichenau will in der neuen Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Ein Platz im Mittelfeld der Fußball-Kreisoberliga ist drin - Von Werner Müller

Waldi – wie habt ihr die Saison 2013/2014 gestalten können?
Wir mussten erst einmal den schmerzhaften Abstieg aus der Kreisoberliga verkraften – trotz 35 Punkten. Das war schon richtig enttäuschend, aber auch ernüchternd für uns. Wir haben uns natürlich geschworen, gleich den Wiederaufstieg anzuvisieren. Aber wir wussten auch, dass es schwer werden würde, denn nach dem Abstieg haben uns einige Leistungsträger verlassen. Dadurch waren wir gezwungen, die Mannschaft mit Spielern aus der zweiten Mannschaft aufzufüllen. Nach einer intensiven Saisonvorbereitung waren alle bereit, das Ziel Wiederaufstieg anzugehen.

Und damit hat es ja auch geklappt. Was war das Erfolgsgeheimnis?
Das war der unabdingbare Wille zum Aufstieg. Das war der Kampf- und Teamgeist in der Mannschaft, die bei der Lösung der Aufgaben in der letzten Saison noch stärker zusammen gewachsen ist.

Mit welchem Ergebnis?
Das Ergebnis ist durchweg positiv. Wir erzielten 100 Tore in der Saison. Mit 70 Punkten hatten wir einen großen Vorsprung von 13 Zählern auf den Zweitplatzierten – und das trotz der drei Punkte Abzug durch den Westlausitzer Fußballverband, da unser Verein das Schiedsrichter-Soll nicht erfüllt hat. Angesichts dieser Fakten kann man schon sagen, dass die Mannschaft sich den Aufstieg absolut verdient hat.

Die Vorbereitung auf die neue Saison ist im Gange. Wann ging sie los?
Wir haben am 17. Juli mit dem Training begonnen. Erfreulich ist, dass trotz Urlaub so viele zum ersten Training gekommen sind. Wir sind wieder zurück in der Kreisoberliga und freuen uns alle auf die kommende Saison. Wir wollen von Anfang an das Training intensivieren, um in der Kreisoberliga zu bestehen. Wir wissen alle, dass es sehr schwer werden wird, denn die Mannschaften sind leistungsmäßig noch enger zusammen gerückt. Man merkt schon, dass die Qualität von Jahr zu Jahr besser wird.

Habt ihr Abgänge aus der Mannschaft zu verzeichnen?
Erfreulich ist, dass die Truppe zusammen bleibt. Kein Spieler hat uns verlassen. Ich denke, das Zusammenwachsen der Mannschaft und das Erfolgserlebnis Wiederaufstieg waren dafür die Grundlage.

Wie wollt ihr die Kreisoberliga angehen – mit personeller Verstärkung?
Ich denke schon, dass wir uns mit mindestens vier Spielern verstärken müssen, um auch in der Kreisoberliga erfolgreich zu sein. Vom Hoyerswerdaer SV 1919 haben Stefan Jank, Timo Schapals und Jan Pfennig zugesagt, bei uns in Wittichenau zu spielen. Simon Görigk, den wir für ein Jahr an den HSV 1919 ausgeborgt haben, spielt in der neuen Saison wieder bei uns. Mit Sebastian Gräfe wechselt ein Spieler von der SG Nebelschütz zu uns. Erfreulich ist auch, dass Alexander Lohan nach seiner Langzeitverletzung wieder zurück ins Team kommt. Auch Christian Noack, der ein Jahr aus privaten Gründen pausiert hat, wird wieder in unserem Team kämpfen. Mit weiteren Spielern stehen wir im Gespräch.

Wie lautet euer Saisonziel?
Unser Ziel wird es sein, alles zu versuchen, um nicht erneut abzusteigen. Wir wollen so schnell wie möglich ausreichend viele Punkte sammeln, um den Klassenerhalt zu sichern. Ich denke schon, dass es möglich ist, wenn alle mitziehen, mit dieser Mannschaft einen Mittelfeldplatz zu erreichen.

Spiele der DJK Blau-Weiß Wittichenau in der Vorbereitung
2. August (14 Uhr)  DJK BW Wittichenau – FSV Lauta
9. August (14 Uhr)  DJK BW Wittichenau – FC Lausitz
Punktspielauftakt/ Saisonstart
16. August (15 Uhr)  DJK BW Wittichenau – LSV Bergen


Silbersee-Beachvolleyball-Turnier wieder mit Bademöglichkeit

22.07.2014 17:24

Von Hagen Linke

Die Durststrecke ist überwunden. Erstmals seit 2010 ist das Silbersee-Beach-Volleyballturnier wieder eine Veranstaltung, bei der die Bezeichnung „Strand“ richtig ist. Zumindest die Sommer-Sperrung des Friedersdorfer Strandes während der bergtechnischen See-Sanierung ist Geschichte. „Schön, dass die Sportler wieder ins Wasser können“, sagt Daniela Fünfstück vom veranstaltenden SC Hoyerswerda. Die Sperrung des Sees dauert länger als einst gedacht. Ein Umzug stand dennoch nie zur Debatte, sagt Daniela Fünfstück. „Silbersee-Beach ist Silbersee-Beach.“ Sie erinnert noch einmal an die Anfänge. 1993 wurde erstmals auf fünf Feldern gespielt – am 21. August, nur an einem Tag. Dabei waren 14 Männerteams und vier Mixed-Mannschaften. Die Nachfrage wuchs bis hin zu 120 Meldungen, obwohl nur maximal 78 Startplätze zur Verfügung standen. Längst ist das Turnier ein reines Mixed-Turnier. Gespielt wird mit jeweils zwei Frauen und Männern. Maximal acht Sportler können in einem Team sein. Am kommenden Wochenende werden knapp 50 Mannschaften auf neun Feldern an den Start gehen. „Es war immer unser Anspruch, es als Breitensportturnier zu halten“, erklärt Daniela Fünfstück. 500 Teilnehmer-Shirts werden hergestellt, in diesem Jahr in Rot. Manch Team wie „Die tierischen vier“ aus Dresden sind seit Beginn dabei. Viele Mitspieler planen ihren Urlaub so, dass sie in Friedersdorf dabei sein können. Das Potenzial für Beachvolleyballturniere in der Region ist vorhanden. Das zeigt unter anderem auch der 3. Piraten-Cup, der zeitgleich an diesem Samstag und Sonntag im Hoyerswerdaer Stadtzentrum (Anlage Straße des Friedens) stattfinden wird.

Zurück an den Silbersee: Lohsas Bürgermeister Udo Witschas (CDU) ist froh, dass der SC Hoyerswerda trotz Sperrung des Sees am Veranstaltungsort festgehalten hat. Hunderte Spieler bringen auch den Bewirtschaftern am See wie Campingplatzbetreiber Falk Nowotnick Umsätze. „Das hat uns über die Durststrecke hinweggeholfen“, sagt Witschas. Gemeinsam mit dem Knappenman-Triathlon am Dreiweiberner See steht das Silbersee-Beachturnier für bedeutende Sportereignisse in der Gemeinde. „Die Marke Silbersee-Beach steht für Verlässlichkeit und Qualität“, so der Bürgermeister. Damit das auch in Zukunft so sein kann, haben die Veranstalter ab diesem Jahr die Versorgungsbetriebe mit im Spiel. Die VBH lösen die ewag Kamenz als Hauptsponsor der zweitägigen Veranstaltung ab. VBH-Chef Steffen Grigas erklärt, was er so ähnlich auch schon bei anderer Sponsor-Unterstützung gesagt hat. Man wolle helfen Kultur, Sport und das gesellschaftliche Leben voranzubringen: „Das hat auch mit Identität und Heimat zu tun.“ Die VBH werden am Wochenende kostenlos Wasser ausschenken. Für SC-Präsident Torsten Ruban-Zeh ist der Schritt hin zur VBH, die den SC auch bei anderen Projekten unterstützt, ein wichtiger, langfristiger Schritt: „Das Wichtigste war, für die Zukunft einen verlässlichen Partner zu finden.“

Mit Strand-Freigabe und VBH-Getränken ist also bei der 22. Auflage des Turniers so viel Wasser wie noch nie beim Silbersee-Beach. Es gab jedoch schon heiße Jahre, als die Feuerwehr die Spielfelder besprühte, um für Abkühlung zu sorgen. Auf jeden Fall soll es am Wochenende nicht so werden wie 2011. Weil es eine Unwetterwarnung gab, entschied sich eine knappe Mehrheit der Mannschaften das Turnier um einen Tag zu verkürzen. Zu viel Wasser, sprich Regen, sollte dann doch nicht sein ...
Silbersee-Beach: Samstag und Sonntag jeweils ab 10 Uhr auf dem Campingplatz in Friedersdorf.