Lokalsport aktuell

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Gut mitgespielt, aber die Punkte abgegeben

22.09.2014 16:31

Mandy Sowa (links) blieb am Samstag ein Torerfolg verwehrt
Mandy Sowa (links) blieb am Samstag ein Torerfolg verwehrt

Handball-Oberliga: Hoyerswerda unterliegt Chemnitz 26:33. Für Trainerin Kerstin Herzer ist das aber keine Enttäuschung

Von Kerstin Herzer

Nachdem der SC Hoyerswerda, Aufsteiger in die Mitteldeutsche Oberliga, am Sonntag zuvor beim BSV Magdeburg knapp mit 27:28 unterlegen war, wollte er daheim vor seinem fantastischen Publikum die ersten Punkte. Aber die SG HV Chemnitz hat Erfahrung in dieser Liga und ist zudem mit neuen Spielerinnen verstärkt.
Chemnitz startete das Spiel in der Deckung, konnte den Ball sofort abfangen und ruck, zuck stand es 0:1. Lotti Schöps erzielte den Ausgleich, aber die dominierende Mannschaft war eindeutig Chemnitz. Ihre Angriffe trugen sie druckvoll vor und schnell stand es 1:4. Dann erst waren die Hoyerswerdaerinnen wieder dran. Laura Rosemann netzte den gegebenen Strafwurf sicher ein.

Chemnitz beeindruckte die SC-Frauen durch eine kompakte Deckung. Schonungslos schoben sie die Lücken zu, sodass es sehr schwer wurde, Zweikampfstärke zu zeigen. Immer wieder scheiterte Hoyerswerda am Deckungsbollwerk. Spielzüge, die nicht hundertprozentig zu Ende gespielt wurden, blieben hängen.
Aber die SC-Frauen gaben sich nie auf. Angetrieben durch die „rote Wand“ der „Konfettimafia“ spielten sie unbekümmert. Oftmals ging es ihnen noch etwas zu schnell, aber dann kamen sie besser zurecht. Da stand es aber bereits 2:7.

Michi Rau im Tor musste auch erst ins Spiel finden, aber als sie drin war, ging ein Ruck durchs Team. Hinten konnte nun öfter mal der Ball abgefangen werden und dann kam Hoyerswerdas Schnelligkeit zum Tragen. Schade nur, dass zu viele Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren gegangen sind. So konnte der Gastgeber sich zwar gut halten, aber nie näher als drei Tore herankommen. Zum Pausenpfiff ging er mit einem 11:17 in die Kabinen.
Im zweiten Abschnitt starteten die Hoyerswerdaerinnen viel zu zögerlich. Unbegreiflich, warum so viele Bälle verloren gingen, aber diese Vorlage nahmen natürlich die Gäste gern an. Sie erzielten Tor um Tor und als der Spielstand 12:21 gegen die SC- Frauen stand, war das Spiel längst entschieden. Trotzdem gab sich das Team nie auf und kämpfte weiter. Und es fand dann auch seinen Rhythmus und war über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner. Schade, dass Mandy Sowa die Partie aufgeben musste. Ihre Knieblessur, im Training erlitten, zwang sie dazu. Aber mit Vera Apitz im Rückraum gab es noch einmal eine gute Alternative.

Die Herzer-Schützlinge brachten nun sehenswerte Spielzüge bis zum Schluss durch, aber näher als sechs Tore Abstand ließen die Chemnitzer nicht zu. Trotzdem hatte man in der sehr gut gefüllten BSZ- Halle nie das Gefühl, dass die Hausherrinnen nicht die Spur einer Chance hatten. Chemnitz kontrollierte das Spiel, aber Hoyerswerda spielte munter mit. Erwähnenswert sind die schönen Treffer aus dem Rückraum von Laura Rosemann und die immer wieder perfekt klappenden Finten von Sarah Hoßmang, die dadurch einen Strafwurf nach dem anderen herausgeholt hat. Lotti Schöps machte eine richtig gute Partie, denn sie ist ja bekanntlich der „Terrier“ für Spezialaufgaben im Team. Sie hatte die beste Chemnitzerin in Manndeckung abzuschirmen und dies gelang ihr sehr gut.

Schade nur, dass die SC-Frauen die Kreisanspiele der Gegnerinnen nicht in den Griff bekamen. Dies war ab nun ihre gefährlichste Achse. Am Ende gab es eine durchaus erwartete 26:33-Niederlage, aber das Gesicht wurde nicht verloren und die Köpfe blieben oben. Nun heißt es weiter gut trainieren, Mut zur eigenen Aktion und dann wird sich der Erfolg auch einstellen.

Am 11. Oktober zu Gast ist die Vertretung vom HC Neustadt/Sebnitz. Dann sicherlich wieder mit einer tollen Fangemeinde im Rücken. Vielen Dank auch diesmal für die tatkräftige Unterstützung


Hoyerswerdaer Eisenbahner beginnen Saison mit Heimniederlage

10.09.2014 14:37

Matthias Kahnt (links) nach gutem Einstand und Jörg Meißner mit einem Gewinnpunkt sorgten für Lichtblicke im Spiel der Hoyerswerdaer
Matthias Kahnt (links) nach gutem Einstand und Jörg Meißner mit einem Gewinnpunkt sorgten für Lichtblicke im Spiel der Hoyerswerdaer

Kegeln: Der ESV Lok musste sich in der 2. Verbandsliga dem SV Seelingstädt mit 2:6 (3154:3195) geschlagen geben. Ein neues System ist noch ungewohnt.

Von Jochen Kassmann

Um es vorwegzunehmen, die Hoyerswerdaer Eisenbahner haben sich zum letztjährigen Saisonende entschlossen nach dem 120-Wurf-System der neuen DKBC-Ordnung zu spielen und wurden schon in der Eröffnungspartie praxisnah mit den gravierenden Unterschieden zum 200-Wurf-Spiel konfrontiert. Das erreichte Endresultat sieht nach einer klaren und eindeutigen Angelegenheit für die Gäste aus. Das war es aber keineswegs. Das gesamte Spiel war spannend bis in die Schlussphase, doch nur für die Kegelenthusiasten, die sich schon mit diesem, in unseren Breiten „neuen Rechensystem“ auskennen. „Taktisch kann wesentlich variabler individuell und mannschaftlich gespielt werden“, sagte Loks Trainer Jörg Meißner. „Konzentrationsmäßig muss aber das Sextett über jeweils 120 Wurf voll auf der Höhe sein, um Erfolge einzufahren“. In vier 30-Wurf-Sätzen (15 Volle, 15 Abräumer auf jeder Bahn) aufgeteilt, wobei jeder Satz einen kleinen Gewinnpunkt bringen kann, wird in sechs Duellen der jeweilige Sieger ermittelt.

Bei den Eisenbahnern setzte im Anfangsduo Axel Jarosch die Prämissen. Zwar nicht vom Keglerglück beseelt, gelang ihm nach gutem Beginn und einer starken Schlussphase in den vier Sätzen ein 3:1 (542 Kegel), was gegenüber dem Seelingstädter Fred Friedrich (506 Kegel) den ersten Gewinnpunkt einbrachte. Matthias Hildebrand mühte sich gegen den sehr dynamisch agierenden und sich dadurch oft zusätzliche Vorteile verschaffenden Matthias Müller redlich, musste aber mit 509 zu 560 Kegeln und einem 0:4 eine klare Niederlage einstecken. „Zu viele Fehlwürfe schon in der ersten Spielhälfte brachten mich immer wieder aus dem Rhythmus“, haderte er nach Spielschluss. Mit einem 1:1 auf die Bahn gehend, beherrschte dann Jörg Meißner auf allen vier Bahnen seinen Kontrahenten Jens Pawlick mit 4:0 und 530:451 Kegeln. „Nach der klaren Dominanz trat im dritten Satz eine gewisse Sorglosigkeit ein, die sich negativ auf unser Mannschaftsresultat bemerkbar machte“, ärgerte er sich im Nachhinein. „Das darf im Interesse der Mannschaft nicht passieren, denn abgerechnet wird bei diesem System wirklich erst zum Schluss.“ Matthias Kahnt, als Senior neu in der Mannschaft, sorgte beinahe für eine positive Überraschung und schlug sich mit seiner 1:3-Niederlage bei 521:546 Kegeln gegen den aggressiver spielenden Tilo Sallie achtbar. 2:2 hieß der Spielstand bei 39 Zählern Vorsprung im Mannschaftsresultat für Lok. Also, gute Voraussetzungen für die Einheimischen im Schlussduo die Spielentscheidung herbeiführen zu können. Selbst nach den ersten 30 ausgeglichenen Wurf lagen die Eisenbahner gegen die jungen spieltechnisch hervorragend agierenden Seelingstädter noch auf Erfolgskurs (1:1). Im 2. Satz gelang den Gästen dann die Wende im Spiel und sie brachten sich in die Vorhand. Doch entschieden war noch nichts. Selbst resultatsmäßig bestand auf den letzten zwei Sätzen die Möglichkeit des Erfolges. Doch diese Schwäche konnten die Eisenbahner nicht ausnutzen. So unterlag Sebastian Hofmann nach spannendem Finale mit einem 2:2 nach Loks Bestwert mit guten 551 Kegeln dem Tagesbesten Marcel Liebers mit den ausschlaggebenden 580 Kegeln.

Dem jungen Erik Jarosch fehlte weitestgehend die ihm schon mal innewohnende Dynamik und Explosivität, mit der er seine Kontrahenten zermürbte. Nach mäßigem Beginn und einem Aufflackern im dritten Satz blieb er mit seiner 1:3-Niederlage und einem 501 zu 552 Kegeln gegenüber Matthias Moser deutlich unter den Erwartungen. „Das 120-Wurf-Spiel war schneller vorüber, als ich dachte“, sagte der Youngster. „Darauf muss ich mich erst einstellen und hoffe das schon zum nächsten Spieltag unter Beweis stellen zu können.“

 


Vierter Platz im Vorbereitungsturnier

09.09.2014 15:59

Die 16-jährige Alina Weber vom SC Hoyerswerda II muss sich hier in der Partie gegen Stahl Rietschen harter Gegenwehr erwehren.
Die 16-jährige Alina Weber vom SC Hoyerswerda II muss sich hier in der Partie gegen Stahl Rietschen harter Gegenwehr erwehren.

Als Standortbestimmung für die am 27. September beginnende Saison in der Ost-
sachsenliga nutzte die neu formierte 2. Frauenmannschaft des SC Hoyerswerda am Sonntag ein Turnier in eigner Halle. Im Spielmodus jeder gegen jeden gelang dabei dem Team von Neutrainer Michael Vogel in vier Partien ein Sieg und ein Unentschieden. Zwei Spiele wurden verloren. Jede Partie lief über zweimal 15 Minuten. Zum Auftakt gelang den SC-Frauen ein 12:8-Erfolg gegen den Ligakontrahenten SSV Stahl Rietschen. Nachdem die Spiele gegen den TSV Niesky (Ostsachsenliga) mit 12:14 und TSV Oppurg (Verbandsliga Thüringen) mit 8:9 knapp verloren wurden, konnte der HSG Weißenitztal (Bezirksliga Sachsen-Mitte) ein Unentschieden abgetrotzt werden – als einzigem Gegner an diesem Tag. Weißenitztal wurde mit 7:1 Punkten Turniersieger vor Niesky (6:2), Oppurg (4:4) dem SC II (2:5) und dem SSV Stahl Rietschen (0:8). Die Frauen konnten insgesamt überzeugen. „Auf diese gute Leistung beim Turnier kann man mit Sicherheit aufbauen. Nun heißt es für die 2. Frauenmannschaft, noch drei Wochen an ihren Baustellen zu arbeiten, ehe auch ihre Saison beginnt“, so Trainer Michael Vogel.


LHV meistert erste Pokalhürde souverän

09.09.2014 15:55

Beim 34:21 (17:6) gegen den HC Chemnitz hatte Hoyerswerda keine Mühe.

Das war wohl ein Start nach Maß: Mit 34:21 gewinnt Sachsenligist LHV Hoyerswerda in der ersten Runde des Landespokals gegen den HC Chemnitz. Durch konzentrierte und aggressive Abwehrarbeit mit einer guten Torhüterleistung und einer, für diesen Zeitpunkt der Saison, sehr guten Angriffsleistung, konnte sich der höherklassige Gast aus der Elsterstadt souverän durchsetzen.
Der LHV startete furios, führte 5:0 und bekam erst nach sieben Minuten das erste Gegentor zum 5:1. In der Abwehr zeigte das Team von Trainer Conni Böhme das erste Mal, was in der neuen Saison auf die Gegner zukommt und spielte die gesamte Spieldauer über in der sehr offensiven und laufintensiven 3:2:1-Deckung. Durch diese Abwehrformation konnten die Chemnitzer immer wieder zu Ballverlusten gezwungen werden und so gab es einfache Tore durch schnelle Gegenangriffe.
Der Verbandsligist aus Chemnitz fand kein Mittel gegen die gut stehende Abwehr der Männer aus Hoyerswerda und so stand es zur Halbzeit 17:6.

Besonders der polnische Neuzugang Lukasz Stodtko konnte sich im Angriff immer wieder in Szene setzen und war am Ende des Spiels mit sechs Treffern bester Torschütze der Gäste.
Conni Böhme konnte aufgrund des deutlichen Ergebnisses allen Spielern Spielanteile geben, um so der Mannschaft die Möglichkeit zu geben, sich für den Punktspielstart am nächsten Samstag einzuspielen.
Einen kleinen Wermutstropfen gab es trotz des hohen Ergebnisses leider dennoch, denn Neuzugang Michal Naimann verletzte sich leider am Knie. Was genau passiert ist, müssen Untersuchungen zeigen. Es bleibt zu hoffen, dass es keine lange Pause nach sich zieht.
Nach dem Spiel äußerte sich Conni Böhme zufrieden über seine Mannschaft und sieht dieses Pokalspiel als sehr gute Generalprobe für den Saisonstart am Samstag gegen den Aufsteiger SG Zwenkau/Leipzig. Achtung: Anders als in den vergangenen Jahren beginnen die Heimspiele des LHV bereits um 17 Uhr. Zur gleichen Zeit haben am Samstag die Handballfreunde Hoyerswerda Verbandsliga-Premiere. Die Spielgemeinschaft zwischen LHV und Sportclub tritt beim HC Elbflorenz II an. (LHV)

Für den LHV spielten: Eric Zeithamel, Ringo Schäfer (3 Tore), Lukasz Stodtko (6), Tobias Sieber (4), Lukas Baase (4), Christian Herzer (2), Rene Schubert (5/2), Robert Devantier (2/1), Ronny Eckert, Michal Naimann, Malik Reimann (5), Alexander Canbek (3)


LHV vor dem scharfen Start

05.09.2014 16:25

LHV-Trainer Conni Böhme
LHV-Trainer Conni Böhme

Der Handball-Sachsenligist hat vor dem Punktspielauftakt eine Pokalaufgabe. Die gilt es nicht zu unterschätzen.

Das erste Pflichtspiel des Handball-Sachsenligisten LHV Hoyerswerda ist ein Pokalauftritt. Am morgigen Sonnabend um 18.30 Uhr muss die Mannschaft von Neu-Trainer Conni Böhme beim unterklassigen Chemnitzer HC (Verbandsliga-Staffel West) antreten. Conni Böhme sieht die Partie nicht unbedingt als eine Generalprobe für den Punktspielauftakt eine Woche später gegen die SG Leipzig/Zwenkau. „Wir konzentrieren uns in erster Linie auf den eigentlichen Saisonstart. Aber das Weiter- kommen im Pokal ist auch wichtig, deswegen fahren wir auch mit voller Konzentration nach Chemnitz.“

In den zurückliegenden Wochen hat der LHV einiges getan, um gut gerüstet das Projekt Wiederaufstieg anzugehen. Unter anderem ging es nach Vrchlabí (Hohenelbe) in Tschechien ins Vorbereitungslager, vor allem um Ausdauer, Kraft und Athletik zu schulen. „Zur Unterstützung hatten wir den Leichtathletiktrainer Jörg Thorhauer dabei, der den Männern zeigte, wie man an die Leistungsgrenzen gehen kann“, so Böhme. Beim Trainingslager vor zwei Wochen in der Sporthalle in Schleife ging es um handballspezifische Dinge. „Da stand das ganze Programm auf der Tagesordnung: Abwehr, Angriff, Zusammenspiel, Taktik und Besetzung der Positionen“, so Conni Böhme, dem es vor allem darum ging, die neuen Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Lukasz Stodtko aus Polen und Michal Naimann aus Tschechien sollen für mehr Durchschlagskraft im Rückraum sorgen. Auch der noch 16-jährige Ben Krahl wurde auf seine Aufgaben als Rechts-Außen-Spieler vorbereitet. Bei den ersten Spielen kann er jedoch noch nicht eingreifen. Das ist erst nach seinem 17. Geburtstag am 30. September möglich.

Das erste Sachsenliga-Spiel können die LHV-Fans eine Woche später erleben. Gegen Leipzig-Zwenkau soll der erste Sieg her. „Unser Anspruch ist: Wir wollen jedes Spiel gewinnen und den Zuschauern schöne, begeisternde Handballspiele bieten“, betont Böhme. Am Ende soll der Aufstieg gelingen, aber der Trainer warnt: „Wir spielen gegen Gegner, die wir nicht kennen, und müssen deren Potenziale erst einmal kennenlernen. Wir müssen uns bei jedem Spiel, besonders in der Hinrunde, ganz neu auf die Taktik der Gegner einstellen. Das macht die Aufgabe nicht ganz leicht.“ Auf jeden Fall erwarten den LHV in der Sachsenliga einige motivierte Gegner, die sich gegen den Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga freilich besonders in Zeug legen wollen. „Von den Fans wünschen wir uns wie bisher bedingungslose Unterstützung für die Mannschaft und tolle Stimmung bei allen Spielen.“ Die Mannschaft könnte ihrem Coach morgen ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk machen, denn am Dienstag wird Conni Böhme 34 Jahre alt. Sollte der Pokalauftritt daneben gehen, stunde sein Team noch mehr unter Zugzwang zum Punktspielauftakt als ohnehin schon ...


Überraschung in der Saisonvorbereitung

03.09.2014 16:05

Sieger und andere erfolgreiche Kegler beim Sommerturnier
Sieger und andere erfolgreiche Kegler beim Sommerturnier

Kegeln: Borussia Welzow und unerwartet der KSV 69 Lauta siegen beim Lautaer Sommerturnier.

Das traditionelle Sommerturnier von Turbine Lauta bot am Wochenende unter Wettkampfbedingungen den Vertretungen reichlich Gelegenheit zu einer Standortbestimmung in Vorbereitung auf die Punktspielsaison. Nach kurzfristigen Absagen muss dem umsichtigen Lautaer Kegelchef Günter Clement bescheinigt werden, ein interessantes Teilnehmerfeld zusammenbekommen zu haben, was im Turnierverlauf für schon beachtlichen und spannenden Kegelsport sorgte.

Gespielt wurde bei den Männern erstmals über normale 120 Wurf auf den Bahnen 1 bis 4, je Bahn 30 Wurf (15 Volle, 15 Abräumer) und bei den Frauen über 100 Wurf auf den Bahnen 5 und 6.
Favorisiert bei den Männern war der Pokalverteidiger und OKV-Klassenvertreter SSV Lommatzsch, wobei die Gastgeber sich auch berechtigte Chancen ausrechneten, den Pokal endlich wieder mal in heimischen Gefilden behalten zu können.

Nach relativ ausgeglichenem Turnierbeginn mit den Bestwerten von Enrico Frank (KSV 69) mit 523 Zählern sowie von Kevin Nagy und Andreas Doltze vom Gastgeber mit 520 und 505 Kegeln übernahm Turbine die Spitzenposition gefolgt von Lok Hoyerswerda II (Bernd Kubisch 501) und den verhalten beginnenden Lommatzschern. Im weiteren Spielverlauf rückte aber das Stadtduell zwischen dem Kreismeisterligavertreter Turbine und dem Kreisoberligisten KSV 69 Lauta immer mehr in den Vordergrund des Geschehens. Zur Überraschung der Gastgeber, die nur noch durch Roberto Suhr mit 530 Kegeln ein hervorragendes Ergebnis verzeichnen konnten, bestimmten die ehrgeizig agierenden KSVer immer mehr das Geschehen auf der Bahn (Ralf Zschieck 520, Mario Schmidt 515). Bei Ergebnisgleichheit vor dem Schlussduo brachte dann Roberto Puschmann mit seiner Tagesbestleistung von 557 Kegeln den überraschenden Pokalsieg seines KSV 69 Lauta mit 3 067 Kegeln sicher nach Hause. „Wir freuen uns über den Pokalgewinn, sind schon in guter Verfassung und bestrebt diese in die Punktspielsaison zu übernehmen, um den Aufstieg anzustreben“, sagte Roberto Puschmann. Der SSV Lommatsch kam erst zum Schluss durch seine Routiniers Siegfried Fahnert und Heiko Cruno mit 527 bzw. 528 Kegeln auf den dritten Rang (2 966). Lok Hoyerswerdas Verbandsligareserve landete auf dem vierten Platz (2 883). (Bester: Martin Günther 503). „Nach verletzungsbedingten Ausfällen haben wir mit Marcel Triebel und Tobias Reißbach Nachwuchskräften Einsatzmöglichkeiten gegeben, wobei wir natürlich noch Abstriche machen müssen“, erklärte Teamchef Karl-Heinz Paul.

Bei den Frauen wurde Bundesligist Borussia Welzow von Turnierbeginn an seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und gewann am Ende deutlich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und 2 549 Kegeln. „Wir befinden uns erst seit zwei Wochen wieder in der intensiven Saisonvorbereitung und können mit dem Fitnesszustand schon recht zufrieden sein, sagte Heike Roick, die Ex-Lautaerin und Welzows Turnierbeste mit schon hervorragenden 557 Kegeln. Zufrieden äußerte sich auch Lautas Trainer Andreas Brähmig: „Die Mannschaft hat sehr ehrgeizig und diszipliniert agiert, was für die Saison hoffen lässt.“ Mit 2 414 Kegeln wurde der zweite Platz belegt, wobei der junge Lucinda Schmidt (418) und Routinier Monika Bogner (428) die Bestwerte gelangen. Kreismeister Biehla-Cunnersdorf reiste durch den gleichzeitig in Bautzen stattfindenden Supercup mit einer zweiten Vertretung an und wurde mit 2 247 Zählern Dritter.