Lokalsport aktuell

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Es geht gegen den Spitzenreiter

31.10.2014 17:07

Handball, Frauen: Der SC Hoyerswerda empfängt in der Oberliga am Samstag den SC Markranstädt

Die Vorzeichen für den 5. Spieltag am Samstag sind klar: Als Tabellenachter mit einem Sieg und drei Niederlagen (2:6 Punkte) empfangen die Frauen des SC Hoyerswerda den ungeschlagenen SC Markranstädt (Anwurf: 20 Uhr BSZ „Konrad Zuse“). Die Gäste haben alle bisherigen fünf Saisonspiele gewonnen (10:0 Punkte).
Wie schwer es für die Mannschaft von Trainerin Kerstin Herzer wird, zeigt vielleicht ein Quervergleich mit einer Mannschaft, gegen die beide Teams bereits gespielt haben – den Thüringer HC II. Bei der 2. Mannschaft des Deutschen Meisters kassierte der SC am vergangenen Sonntag eine bittere 24:33-Niederlage. Vor allem in der ersten Halbzeit gelang mit nur sieben eigenen Treffern nicht viel, schätzte danach Trainerin Kerstin Herzer ein. „Am Willen lag es nicht, aber die Enttäuschung über die eigene Leistung stand ihnen schon in den Gesichtern geschrieben.“

Markranstädt hat zwei Wochen zuvor beim THC gespielt und einen 30:25-Erfolg mit nach Hause genommen. So wird es auch auf die lautstarke Unterstützung des Hoyerswerdaer Publikums für das eigene Team ankommen. Vielleicht kann der SC das Spiel so lange offen halten, wie in der denkwürdigen Zitterpartie im April 2013, wenngleich mit einem unglücklichen Ende für den SC. Damals waren beide Teams noch Sachsenliga-Spitze. Mit einem Unentschieden hätte der SC wohl den Durchmarsch von der Verbandsliga in die Mitteldeutsche Oberliga feiern können. Fünf Sekunden vor dem Ende eines packenden Heimspiels vor großer Kulisse trafen aber die Gäste zum 25:24-Sieg und stiegen später auf. Nun sind beide Teams in der Oberliga. Und es geht los mit 0:0 ... (hl)


Die Fußball-Vorschau für das Wochenende

30.10.2014 14:01

Landesklasse Ost, 9. Spieltag: TSV Cossebaude (Tabellenplatz 14 von 14) - LSV Neustadt/Spree (9) Sa., 14.00
„Wir wollen den Aufwärtstrend fortsetzen, mit Disziplin, Team- und Kampfgeist drei Punkte mit nach Hause bringen“, so Neustadts Interims-Trainer Perry Franke. TAGEBLATT-Tipp: Auswärtssieg. (WM / JJ)

Kreisoberliga  10. Spieltag: SV Post Germania Bautzen (Platz 2 von 16) - Hoyerswerdaer SV 1919 (15) Sa., 14.00
„Wir fahren zum nächsten großen Favoriten, dem Absteiger aus der Bezirksliga. Bei uns merkt man von Woche zu Woche mehr, dass die Mannschaft zusammenwächst. Wir sind langsam im Kommen und der Erfolg wird auf lange Sicht nicht ausbleiben“,, so 1919-Trainer Lutz Schmuck. TAGEBLATT-Tipp: Diesmal leider noch nicht. Der Gastgeber siegt. (WM / JJ)

DJK Blau-Weiß Wittichenau (12) - SV 1910 Edelweiß Rammenau (8) Sa., 14.00

„Wir haben zu Hause in dieser Saison noch nicht verloren und streben an, dass es so bleibt, auch wenn es gegen Rammenau sehr schwer werden wird. Aber wenn die Einstellung stimmt, dann ist alles machbar“, so Trainer Waldemar Adamowicz. TAGEBLATT-Tipp: Da hat er recht. Es gibt einen Heimsieg. (WM / JJ)

LSV Bergen 1990 (3) - SV Zeißig (1) So., 14.00

„Der Sieg gegen 1919 hat unseren Teamgeist noch einmal gestärkt. Wir haben aus den letztjährigen Partien gegen Zeißig ja noch einiges gutzumachen. Unsere bisherigen Heimspiele in der Saison haben gezeigt, dass wir eine Heimmacht geworden sind. Deshalb erwarte ich von unserer Mannschaft, dass wir mit breiter Brust in das Spiel gehen und als Sieger den Platz verlassen“, so Bergens Spielertrainer Stefan Koark. Zeißigs Coach Andreas Schultz gibt sich da eher zugeknöpft und salomonisch: „Ich sage nur, ganz im olympischen Sinne, der Bessere möge gewinnen.“ TAGEBLATT-Tipp: Es kann auch mal der Effektivere gewinnen. Und das wird Zeißig sein. (WM / JJ)

Landesklasse Ost, Damen, Nachholer: Post SV Dresden (Platz 10 von 11) - Hoyerswerdaer SV 1919 (1) So., 10.30

Am letzten Wochenende hatten die Hoyerswerdaerinnen seit langer Zeit wieder einmal ein Misserfolgserlebnis – in Hartmannsdorf. Doppelte Motivation also zum Wieder-Aufstehen! TAGEBLATT-Tipp: 1919 holt sich einen Auswärtssieg! (EnPau / JJ)

Kreisliga, 10. Spieltag
DJK Wittichenau II – FC Lausitz Hoyerswerda Sa., 1.11., 12.00
SpVgg Lohsa/Weißkollm – DJK Ralbitz/Horka II Sa., 1.11., 14.00
SpVgg Knappensee – Einheit Kamenz II Sa., 1.11., 14.00
SV Laubusch – SG Wiednitz/Heide Sa., 1.11., 14.00
LSV Neustadt/Spree II – FSV Lauta So., 2.11., 10.30
Königswarthaer SV II – LSV Bluno So., 2.11., 14.00
spielfrei: SV Straßgräbchen, SV Zeißig II

Kreisklasse, 10. Spieltag

Lohsa/Weißkollm II – SG Oßling/Skaska Sa., 1.11., 12.00
SpVgg Knappensee II – FSV Lauta II Sa., 1.11., 12.00
SV Laubusch II – SG Wiednitz/Heide II Sa., 1.11., 12.00
LSV Bergen 1990 II – SV Schwepnitz III Sa., 1.11., 14.00
FSV Steinitz – FC Lausitz Hoy’da II Sa., 1.11., 14.00
SV Aufbau Deutschbaselitz II – SG Nebelschütz II So., 2.11., 12.00
SG Crostwitz 1981 II – SV Sankt Marienstern II So., 2.11., 12.00
spielfrei: FSV Lauta III


Mit Technik zum Erfolg

29.10.2014 17:58

Vor allem jüngere Sportler trainiert Ralf Harzbecker (rechts) dienstags und donnerstags im Hoyerswerdaer Sportforum.
Vor allem jüngere Sportler trainiert Ralf Harzbecker (rechts) dienstags und donnerstags im Hoyerswerdaer Sportforum.

Beim Sportclub Hoyerswerda entwickeln sich schnelle Läufer. Ihr Trainer weiß, das Kilometer-Sammeln nicht alles ist.

Ein Dienstag im Sporforum an der Nieskyer Straße: Ältere Damen und Herren umrunden zügig mit Walking-Stöcken das 400-Meter-Oval, auf dem Rasen spielen junge Fußballer das Leder zwischen gelben Plastehütchen hin und her. Und auf der Laufbahn neben dem Rasen hüpfen einige Sportler in Laufsachen. Dann gehen sie zu Boden, stützen sich auf einen Unterarm und den gegenüberliegenden Fuß und balancieren den Körper. Beim Lauf-Training mit Ralf Harzbecker wird nicht nur gelaufen. „Kilometer schrubben können sollte jeder für sich“, sagt der Trainer über seine Schützlinge. „Es geht hier um Koordination, Technik und Athletik.“

Harzbecker weiß, wovon er spricht. In seiner Sportart ist er kaum zu bremsen. Beim DAK-City-Lauf im September war er der Schnellste. Und Ralf Harzbecker ist mittlerweile 57 Jahre. Bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Marathon vor einem Jahr in München war in der AK 55 niemand schneller. Eine Zeit von 2:45:50 Stunden über 42,195 Kilometer wie dort ist für die meisten Freizeitläufer unerreichbar.

Aber dem Trainer geht es nicht nur ums Tempo. Er weiß das aus seiner Arbeit mit Läufern verschiedenen Alters. „Koordinative Fähigkeiten prägen sich in der Kinder- und Jugendzeit. Da hat man zeitlebens etwas davon.“ Selbst wer als junger Erwachsener berufsbedingt oder wegen der Familie eine längere Pause vom (Wettkampf-)Sport einlegt, kommt beim Wiedereinstieg besser zurecht, als Späteinsteiger ohne frühe Ausbildung.

Ralf Harzbecker ist sehr froh, dass er in seiner Trainerarbeit für den SC Hoyerswerda ein paar junge Leute aus dem Triathlon oder dem Laufsport dabei hat, die schon für Achtungserfolge gesorgt haben und die sicher in Zukunft häufiger auf dem Treppchen stehen werden. Beim Hoyerswerdaer Stadtlauf über 10 km im September sind mit Tommi Förster (39:33 min) und Christian Hartmann (39:52 min) zwei der älteren Jugendlichen unter der anspruchsvollen 40-Minuten-Marke geblieben. Tommi Förster aus Lauta hat zudem wenige Tage nach seiner Ehrung durch den Kreissportbund als erfolgreicher Jugendsportler den Halbmarathon in Dresden in 1:38:33 h absolviert. Und Robert Lüderitz, der mit Tommi vor einigen Jahren bei den SC-Triathleten begann, gelang beim Knappenman Ende August eine eindrucksvolle Leistung mit einem 3. Platz auf der Sprintdistanz. Ralf Harzbecker erinnert sich, wie die Jungs mit dicken, klobigen Freizeitschuhen zum Training kamen. Nun sieht ihr Laufstil deutlich ästhetischer und ökonomischer aus. „Sie sind dabei geblieben und es hat ihnen Spaß gemacht“, blickt Harzbecker zurück.
Andere sind erst seit ein paar Wochen dabei. So wie Yvo Künzel aus Torno. Der 14-jährige Schüler des Lessing-Gymnasiums war vor zwei Wochen beim Lessing-Lauf seiner Schule am Scheibesee unterwegs. „Ich hab’ das Potenzial“. Mit Hilfe der Traininggruppe will er vorankommen.

Nicole Zomack aus Wittichenau ist das schon gelungen. Beim Harz-Gebirgslauf kürzlich bewältigte sie die anspruchsvolle Strecke über 22,3 km in 2 Stunden und 18 Minuten. „Die Atmosphäre war überwältigend“, sagt sie. So wie es aussieht, kann sie mit fachlicher Unterstützung beim nächsten Mal noch schneller unterwegs sein. Und Ralf Harzbecker ist sich sicher: Irgendwo schlummern sicher noch mehr Lauftalente in der Region.
Auskünfte zu den Trainingszeiten gibt der Trainer unter  Tel.035722 94541


Fünf wichtige Punkte für Blau-Weiß Mädchen

28.10.2014 17:14

Die  Damen der Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda überzeugten in der Bezirksklasse nicht, hatten aber Glück

Nach den drei Punkten wegen des nicht besetzten 9. Platzes der Bezirksklasse wollten die Blau-Weiß-Damen gegen den Tabellennachbarn Fitness Coblenz einen „richtigen“ Sieg erringen. Doch was die Mädchen des Trainergespanns Andrè Lemke/Marc Schubert im ersten Durchgang boten war eine einzige Katastrophe. Blutleerer Volleyball – durchweg im Team. Nach nur 16 Minuten gab’s mit 8:25 eine regelrechte Klatsche, die so keinesfalls geplant war. „Bloß schnell diesen ersten Satz verdrängen, bitte verdrängen“, sprach Luisa Kucher wohl allen aus dem Herzen.
Auch zu Beginn des zweiten Abschnittes das gleiche Bild: Die Blau-Weißen, die auf Katrin Urban und Lisa Frenzel verzichten mussten, fingen sich nach 0:5 und später 6:10 langsam, begannen zu rackern und zu kämpfen, auch wenn volleyballtechnisch noch etliche Defizite sichtbar wurden und sie kamen tatsächlich bis 14:14 ran. Die Coblenzer Gäste, die nur mit sechs Spielerinnen angereist waren, agierten unspektakulär. Nach 23 Minuten war auch dieser Satz durch (20:25), aber es ruckte langsam in der Mannschaft.

Abschnitt drei sollte die Wende bringen. Diesmal ging es umgekehrt. Über die Stationen von u. a. 4:0, 9:4, 13:9 und 20:10 lief es nun deutlich besser. Anne Süßmilch, die neben der meist sicheren Libera Cindy Lukas mit guter Feldabwehr bestach, setzte zu einer Aufgabenserie an, die nicht aufgehalten werden konnte. Acht Punkte in Folge waren die Vorentscheidung und alle anderen ließen sich auf einmal mitreißen. Nach langen 24 Minuten gab es mit einem viel umjubelten 25:18 den 2:1-Anschluss.
Konzentriert gingen die VF nun zu Werke. Beim 14:10 für Blau-Weiß verletzte sich eine Coblenzer Spielerin so schwer am Fuß, dass sie nicht mehr weiterspielen konnte. Da die Gäste nun nicht mehr vollständig waren, musste das Spiel zugunsten der VF beendet werden. Schade, denn jetzt waren sich fast alle sicher, dass sie das Match noch gedreht hätten.

Für das Trainerteam steht vor allem viel Arbeit in Sachen Annahme, Abwehrbeweglichkeit und Zuspiel an. Wolfgang Krannich, der ehemalige Damentrainer, fasste zusammen: „Es wird wohl noch eine Weile dauern, ehe wir wieder an der Landesklasse- oder gar an der Sachsenligatür klopfen werden. “ Wie Recht er hat. (Rele)

VF BW spielte mit: Christiane Noack, Anja und Cindy Keller, Luisa Kucher, Cindy Lukas, Ricarda Richter, Lisanne Schilling, Anne Süßmilch


Bergen gewinnt das Derby gegen 1919

27.10.2014 17:09

Der Bergener Spielertrainer Stefan Koark (am Ball) stand beim Derby gegen seinen alten Verein mit auf dem Platz.
Der Bergener Spielertrainer Stefan Koark (am Ball) stand beim Derby gegen seinen alten Verein mit auf dem Platz.

In der Kreioberliga siegte zudem Zeißig. Wittichenau unterlag.

SV Grün-Weiß Hochkirch - DJK BW Wittichenau 4:1
„Heute muss ich meine Mannschaft trotz der hohen Niederlage absolut in Schutz nehmen, denn die Schiedsrichterleistung war absolut unterirdisch“, meinte der Wittichenauer Trainer Waldemar Adamowicz. So sah DJK-Torhüter Stefan Liebsch in der 35. Minute wegen angeblichen Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte, obwohl Gelb gerechtfertigt gewesen wäre. Als Handicap erwies sich dann der A-Junioren Tormann, der den Platz von Stefan Liebsch zwischen den Pfosten einnahm. Er spielte zum ersten Mal bei den Männern und war der Situation nicht gewachsen. Zu allem Unglück wurde in der 2. Halbzeit auch noch Kapitän Benjamin Pohl mit der Geld-Roten Karte vorzeitig zum Duschen geschickt. Das war ebenfalls eine krasse Fehlentscheidung der Schiedsrichterin, fand Waldemar Adamowicz. Die Wittichenauer Fans hoffen jetzt, dass der Schiedsrichter-Beobachter seine umfangreichen Aufzeichnungen auch gründlich auswerten wird. Der Mannschaft nützt das allerdings nicht mehr. Sie hat das Spiel, drei Punkte und noch dazu zwei Spieler verloren. Dabei war einiges drin gewesen. Norbert Kubaink (26.) schoss die Gäste in Führung. Nach einem unberechtigten Freistoß gelang Daniel Jaster (31.) der Ausgleich. Mit dem 1:1 ging es in die Pause. Die DJK-Männer waren zu diesem Zeitpunkt noch frohen Mutes, denn sie spielten zu zehnt immer noch besser als die Gastgeber. Denen gelang aber in der 49. Minute durch Philipp Nugler die Führung. Der gleiche Spieler erhöhte sieben Minuten später auf 3:1. Michael Hobrack (84.) sorgte mit dem 4:1 schließlich für die Entscheidung. (WM)
Wittichenau mit: Stefan Liebsch, Benjamin Pohl, Marco Groß, Mario Korch , Martin Sauer , Frank Popella (36. Joey Beyer), Waldemar Adamowicz, Paul Graf , Norbert Kubaink, Simon Görigk (61. Sebastian Gräfe), Maik Nicolaides

SV Zeißig - TSV Pulsnitz 7:3
Zeißig wollte mit einem Sieg gegen Pulsnitz die Spitzenposition in der Tabelle verteidigen, und so begann der Gastgeber das Spiel auch sehr dominant. Bereits in der 11. Minute konnte Rostam Geso mit einem sehenswerten Weitschuss die Führung markieren. Zeißig ging danach weiter früh auf den Gegner drauf und zwang ihn so zu Fehlern. Jedoch klappte im eigenen Aufbauspiel auch nicht alles, was die Gäste zu einigen gefährlichen Kontern nutzten. Aber wieder einmal war Verlass auf die Zeißiger Nummer 1, Hubertus Zschorlich. Und war er mal geschlagen, wurde der Ball eben von einem Abwehrspieler von der Linie gekratzt. Nachdem Felix Döhl (25.) das 2:0 markiert hatte, wurde das Spiel der Zeißiger wieder ruhiger. Weitere Chancen konnten bis zur Pause jedoch nicht genutzt werden. SVZ-Coach Andreas Schultz warnte seine Männer, dass dieses Spiel noch nicht gewonnen ist und man nachlegen muss. Dies tat Andreas Kober dann auch kurz nach Wiederanpfiff mit dem 3:0 (56.). Geso brauchte nach einem schönen Diagonalpass nur noch quer legen und die Tormaschine des SV Zeißig hatte keine Mühe, die Pille über die Linie zu drücken. Nur zwei Minuten später war es der starke Ron Schuster, der den Ball von außen gekonnt über den Torwart hob und so das 4:0 erzielte. Die Gäste gaben sich nun ein wenig auf. Die Zeißiger erhöhten durch ein Eigentor (65.) und einen weiteren Treffer von Rostam Geso (67.) auf 6:0. Der Drops war gelutscht. Das dachten sich wohl auch die Zeißiger, denn es folgten sechs Minuten zum Vergessen. Die Pulsnitzer nutzten eklatante Abwehrfehler, um zwischen der 70. und der 76. Minute auf 6:3 zu verkürzen. Ein Warnsignal für den SVZ, der nun wieder die Zügel anzog und die Partie souverän zu Ende spielte. In der 89. Minute gab es noch einen Elfmeter für Zeißig. Diese Chance ließ sich Andreas Kober nicht nehmen. Er besorgte den 7:3-Endstand. Zeißig hat die Tabellenführung verteidigt. Nächstes Wochenende heißt der Gegner Bergen. (T.T.)
SV Zeißig mit: Zschorlich - Helling, Döhl, Bach, Tschierske - Schuster (70. Liebsch), Heinecke, Görner, Lange (90. Gronau) - Geso, Kober

Hoyerswerdaer SV 1919 - LSV Bergen 1990 1:3
Die Gäste waren die spielerisch bessere Mannschaft. Sie hatten auch mehr Chancen, doch mit der Verwertung haperte es. Der HSV 1919 stand in der Defensive relativ gut und spielte bis zur 43. Minute zu null. Dann markierte David Pohl die Bergener Führung. Auch in der 2. Halbzeit blieb der LSV spielbestimmend. Pech allerdings in der 75. Minute: Ein Querschläger von Alexander Marchl landete zum Ausgleich in den eigenen Maschen. Die Hoyerswerdaer erhöhten nun den Druck. Dabei kam in der 84. Minute eine Rote Karte für Erik Lanzky heraus. Jetzt hatte 1919 keinen Stürmer mehr. In der Nachspielzeit erzielten Niels Perlitz und Tobias Passeck die beiden Treffer zum 3:1-Derby-Erfolg für die Gäste.
„Das war eine starke Leistung unserer Männer, die aber nicht belohnt wurde. Ich muss heute meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Sie hat gegen den hohen Favoriten eine sehr gute Leistung gebracht“, lobte HSV-Trainer Lutz Schmuck.
Und Bergens Co-Trainer Benjamin Hoßmang meinte: „Das war für uns ein ganz wichtiger Dreier. Jetzt konzentrieren wir uns auf die kommende Woche, damit wir gut vorbereitet beim Heimspiel gegen Zeißig unsere Punkte einfahren.“ (WM)
HSV 1919 mit: Jens Thiele, Nico Kubaink, Jon Paul Holz (59. Martin Manthei), Erik Lanzky (Rot), Max Häfner, Kevin Kratschmer (52. Torsten Bierholdt), Haiko Schnippa (73. Lieven Trautman), Christopher Heinze, Marcel Quander, Sebastian Schulze, Jakob Bramborg
LSV Bergen mit: David Weidauer, Christoph Richter, Tobias Passeck, Kay Pohl, Robby Hiller, Franz Rösner, Stefan Koark, Christian Herrmann, Alexander Marchl, David Pohl (73. Andreas Jordan), Danny Püschel


Landesklasse- und Kreisoberliga-Fußball am Wochenende

24.10.2014 17:22

Landesklasse Ost, 8. Spieltag
LSV Neustadt/Spree (Tabellenplatz 9 von 14)  - SV Großpostwitz-Kirschau (4) Sa., 15.00
„Wir werden gegen Großpostwitz-Kirschau das gleiche probieren wie in der Vorwoche gegen Weixdorf. Für uns gilt es, über die Grundtugenden Disziplin, Geschlossenheit und Kampfgeist zum Erfolg zu kommen, um wenigstens einen Punkt zuhause zu behalten. Wir können ja nicht großartig experimentieren und müssen jede Gelegenheit nutzen, um uns weiter von hinten abzusetzen um dann in der zweiten Halbserie in ruhiges Fahrwasser zu kommen“, gibt Interimstrainer Perry Franke die Marschrichtung vor. TAGEBLATT-Tipp: Neustadt schafft einen Heimsieg für den neuen, wenngleich Interims-Trainer. (WM / JJ)

Kreisoberliga Westlausitz, 9. Spieltag
SV Grün-Weiß Hochkirch (Platz 12 von 16) - DJK Blau-Weiß Wittichenau (11) Sa., 14.00
„Nach zuletzt zwei Siegen wollen wir auch beim Tabellennachbarn Hochkirch punkten. Wir wollen von Anfang an kämpfen und den Schwung von Gnaschwitz mitnehmen. Wenn wir in Hochkirch mit einer genauso geschlossenen Mannschaftsleistung auftreten, wird ein schönes Spiel gelingen und der Punkt-Erfolg sollte sich einstellen. Aber wir wissen schon, dass es schwer werden wird, denn am Sonnabend fehlen wichtige Spieler im Team“, so Wittichenaus Trainer Waldemar Adamowicz. TAGEBLATT-Tipp: Wittichenaus Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber sie knicken auch nicht weg. Übersetzt: Remis. (WM / JJ)

SV Zeißig (1) - TSV Pulsnitz (10) Sa., 14.00
„Pulsnitz dürfen wir auf keinen Fall unterschätzen“, warnt Zeißigs Coach Andreas Schultz. „Bei Pulsnitz ist entscheidend, wie die Tagesform ist. Wir müssen also konzentriert zu Werke gehen. Vor allen Dingen gilt es, schon in der ersten Halbzeit richtig Gas zu geben und 90 Minuten konzentriert zu spielen und durchgängig zu unserer Leistungsstärke zu finden. Ich denke schon, dass Pulsnitz engagiert aufspielen wird, um nicht zu verlieren. Für uns gibt es garantiert keinen Spaziergang. Wir müssen konzentriert unsere Linie durchziehen. Jeder muss bis an seine Leistungsgrenze gehen. Nur dann können wir gegen Pulsnitz siegen.“ TAGEBLATT-Tipp: Zeißig holt den zweiten Heimsieg in derselben Woche und verteidigt die Tabellenspitze. Hatte man in der Vorwoche gegen Ralbitz noch ein bisschen das Glück des Tüchtigen, muss jetzt die eigenen Tüchtigkeit helfen. (WM / JJ)

Hoyerswerdaer SV 1919 (15) - LSV Bergen 1990 (4) So., 14.00
„Bergen ist eine Spitzenmannschaft der Kreisoberliga. Ich denke, dass es für uns ein sehr schweres Spiel werden wird. Wir wollen das Spiel nutzen, um zu lernen. Aber wir wollen auch zu Hause zeigen, was wir für Fortschritte machen. Unser Ansporn wird der Versuch sein, Bergen zu ärgern und das Spiel für uns erfolgreich zu gestalten. Wir sind natürlich Außenseiter – aber wir wollen und müssen Punkte sammeln. Auch gegen Bergen, so Hoyerswerdas Trainer Lutz Schmuck. // Ein bisschen, genauer gesagt, ganz anders sieht das freilich Lutz Schmucks Bergener „Kollege“, Spielertrainer Stefan Koark: „Wir trainieren täglich und wollen das Erlernte umsetzen, um zum Erfolg zu kommen, so auch gegen den HSV 1919. Der HSV 1919 steht ja mit dem Rücken zu Wand und wird versuchen, unbedingt zu punkten. Wir haben einen guten Lauf und wollen diesen auch fortsetzen. Wir befinden uns in einer bestechenden Form. Wir wollen das Derby auf jeden Fall gewinnen. Dafür bereiten wie uns gut vor. Wir wissen aber auch, dass einige der guten Spieler bei uns fehlen werden“, warnt Spielertrainer Stefan Koark seine Mannschaft. – Die war ja 2013/2014 das beste Auswärts-Team der Liga und scheint momentan wieder auf dem besten Wege dorthin. Doch der TAGEBLATT-Tipp ist ein verquerer: 1919 holt sich den ersten Sieg der Saison. Irgendwann MUSS es ja klappen, und Derbys haben stets ihre eigenen Gesetze. Auch diesmal. (WM / JJ)

Landesklasse Ost, Damen, Nachholer
Hartmannsdorfer SV (Platz 8 von 11) - Hoyerswerdaer SV 1919 (1) So., 14.00
Am kommenden Wochenende heißt es wieder „HSV gegen HSV“. Die Hoyerswerdaerinnen haben, wir erinnern und des zuletzt vorgezogenen 12. Spieltages, ein recht zerrupftes Programm. Denn nun steht eine Nachholepartie vom 4. Spieltag an. Nachdem das Treffen vor drei Wochen wegen ein Grippewelle ausgefallen ist, wird es nun nachgeholt. In der vergangenen Saison konnte Hoyerswerda gegen diesen Gegner, welcher extrem heimstark ist, nicht gewinnen. „Es heißt wieder für alle Spielerinnen, alles rauszuhauen um am Ende nicht mehr leeren Händen heimzukehren. Die Einstellung ist dabei das A und O“, mahnt Trainer Enrico Paula. TAGEBLATT-Tipp: 1919 hat zuletzt bewiesen, dass man mit bedingungslosem Willen eine drohende Niederlage noch zum Sieg umbiegen kann. So spannend muss es ja nicht wieder werden, aber ein voller Erfolg wird es dennoch. Der Lauf der 1919erinnen ist zur Zeit einfach zu gut, als dass er gerade jetzt reißen sollte. (EnPau / JJ)