Lokalsport aktuell

Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig die wichtigsten Sportereignisse aus Hoyerswerda und der Region.

Ist der LHV reif für die Sachsenliga-Spitze?

21.11.2014 15:10

Auch auf die Durchschlagskraft von Lukasz Stodtko wird es am Samstag ankommen.
Auch auf die Durchschlagskraft von Lukasz Stodtko wird es am Samstag ankommen.

Am Samstag geht’s für Hoyerswerda gegen Plauen Oberlosa. Der Gegner hat bisher alle sieben Punktspiele gewonnen.

Von Paul Barth

Am Samstag um 17 Uhr kommt es in der Sporthalle des BSZ „Konrad Zuse“ zum absoluten Spitzenspiel der Hanbdall-Sachsenliga. Die beiden einzigen ungeschlagenen Teams der Liga aus Hoyerswerda und aus Plauen-Oberlosa treffen im Kampf um die Tabellenspitze aufeinander.

Mit dem SV Plauen-Oberlosa 04 kommt eines der Spitzenteams in die Elsterstadt. Die Vogtländer kommen als verlustpunktfreier Spitzenreiter nach Hoyerswerda. Letzte Saison waren sie bereits Dritter in der Liga und haben sich in dieser Saison nochmals gesteigert. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams der Liga ist Plauen-Oberlosa im Kern bereits seit einiger Zeit zusammen, und der Kader wurde vor der Saison nur punktuell verstärkt. Aus einer sehr homogenen Mannschaft stechen in dieser Saison besonders Christoph Märtner und Paul Richter heraus. Beide liegen in der Torschützenliste unter den ersten fünf und tragen offensiv das Team. Während Paul Richter seine Tore ausschließlich aus dem Spiel heraus erzielt, haben die Spitzenstädter mit Christoph Märtner auch einen sicheren Siebenmeterschützen. Ebenjener Märtner kann bereits mit Bundesligaerfahrung aufwarten. Bis 2012 spielte er in der zweiten Liga für den Traditionsverein VfL Bad Schwartau. Er entschied sich jedoch gegen die Profikarriere, stattdessen für Ausbildung und Job und spielt seitdem für den SV Plauen-Oberlosa 04. Es wäre jedoch fatal für den LHV, die Mannschaft nur auf diese beiden zu beschränken, denn auf allen Positionen ist Plauen-Oberlosa stark besetzt. Für den LHV wird es darauf ankommen, die beiden Toptorschützen gut zu bewachen, dabei aber nicht der restlichen Mannschaft zu viele Freiräume zu lassen.

Rein von den Zahlen her kann man ein Spiel auf Augenhöhe erwarten. In allen Kategorien rangieren die beiden Mannschaft auf den ersten beiden Plätzen der Sachsenliga. Der LHV hat mit 231 Toren die meisten der Liga erzielt (Plauen-Oberlosa 221) und Plauen hat mit 163 Gegentreffern die wenigsten hinnehmen müssen (LHV 168).

Die Mannschaft von Conni Böhme wird in Angriff und Abwehr eine sehr gute Leistung bringen müssen, damit sie den Spitzenreiter von Platz eins stürzen kann. Mit einem Sieg könnte der LHV ebenjenen einnehmen und damit den Aufstiegsambitionen weiterhin Nachdruck verleihen. Personell wird sich die Lage trotz des harten Spiels gegen Koweg Görlitz hoffentlich wieder positiv darstellen, sodass Conni Böhme alle Optionen für ein erfolgreiches Spiel ziehen kann und so die Siegesserie weiter ausbauen kann.

Eine Rechnung mit dem SV Plauen-Oberlosa hat der LHV auch noch offen: In der letzten Saison verlor man im Halbfinale des Sachsenpokals deutlich und verspielte somit die Chance auf den DHB-Pokal, welche Plauen-Oberlosa nutzte und in dieser Saison die HSG Wetzlar mit dem mehrfachen Welthandballer Ivano Balic begrüßen durfte.

 


Kellerderby beim HSV 1919

21.11.2014 15:07

Die Fußball-Vorschau auf das Wochenende:

Landesklasse: SV Rot-Weiß Bad Muskau (3. Platz von 14)   LSV Neustadt/Spree (9.) Sa., 14.00
„Wir wissen, es wird schwer, an die Erfolge des letzten Jahres gegen Bad Muskau heranzureichen“, sagt LSV-Co-Trainer Karsten Weiß. „Trotzdem wollen wir uns nicht verstecken und den Schwung vom 3:0-Sieg gegen Borea Dresden mitnehmen“, so Weiß. TAGEBLATT-Tipp: Neustadt müht sich, kommt aber ohne Punkte zurück. (WM/hl)

Kreisoberliga: SV Zeißig (3. Platz von 16) - SC 1911 Großröhrsdorf (4.) Sa., 13.30
„Wir erwarten wieder einen Hochkaräter am Schwarzwasser“, blickt SVZ-Trainer Andreas Schultz voraus. „Da gilt es natürlich, an die Leistungen der ersten Halbzeit in Crostwitz anzuknüpfen. Aber wir wollen diesmal 90 Minuten voll gegenhalten, hundert Prozent Power bringen und einen Dreier zu Hause einfahren“. TAGEBLATT-Tipp: Schwer wird es, beide Teams sind mit 27 Punkten auf Augenhöhe. Aber Zeißig schafft den Sieg. (WM/hl)

LSV Bergen 1990 (5. Platz von 16) - SV Post Germania Bautzen (1.) So., 11.00
Spitzenreiter Bautzen hat zuletzt in Zeißig gezeigt, wie man auswärts siegt (2:1). Bergen will das verhindern. „Wir wollen vor unseren heimischen Fans auf alle Fälle gewinnen“, sagt Spielertrainer Stefan Koark. „Dabei wissen wir, dass der Gegner seit elf Spielen unbesiegt ist. Aber auch wir haben neun Spiele nicht verloren und sind zu Hause ungeschlagen. Wir gehen selbstbewusst in die Begegnung“, so Koark. TAGEBLATT-Tipp: Beide Serien bleiben bestehen – Unentschieden. (WM/hl)

Hoyerswerdaer SV 1919 (16. Platz von 16) - DJK Blau-Weiß Wittichenau (13.) So., 13.30
„Wir müssen unbedingt gegen Wittichenau den ersten Sieg einfahren – ohne Wenn und Aber“, sagt 1919-Trainer Lutz Schmuck. Bislang hat der Gast alle sechs Auswärtsspiele verloren und zuletzt auch zu Hause gegen Schwepnitz.
Wittichenau weiß dabei auch, dass 1919 in dieser Serie noch gänzlich ohne „Dreier“ ist. „Die Prioritäten sind ganz klar auf Sieg gesetzt. Denn wir wollen zeigen, dass wir Fußball spielen können“, sagt DJK-Trainer Waldemar Adamowicz. „Wir wollen uns nicht blamieren. Wir wollen am Sonntag den ersten Auswärtssieg holen. Darauf ist die Mannschaft vorbereitet. Alles andere als ein Sieg wäre eine absolute Enttäuschung“, so Adamowicz. TAGEBLATT-Tipp: Beide wollen gewinnen, aber keiner schafft es - Unentschieden. (WM/hl)


Zwei Sekunden fehlten am Punktgewinn

18.11.2014 16:22

Verbandsliga: Handballfreunde Hoyerswerda - SG Zabeltitz/Großenhain 31:32

„Es gibt keinen Grund, die Röderstädter in irgendeiner Form zu unterschätzen ... Die Zusestädter sind gut beraten, sich einzig und allein auf ihr eigenes Spiel zu konzentrieren. Den Gegner nur auf Grund der derzeitigen Tabellensituation (Vorletzter) einzuschätzen oder gar auf die leichte Schulter zu nehmen, ist riskant und gefährlich.“

An Warnungen hatte es vor dieser Partie nicht gefehlt. Und Hoyerswerda schien sie ernst genommen zu haben. Zum ersten Mal in der Saison gerieten die Zusestädter in den Startminuten nicht in Rückstand. Dem 1:0 legten sie nach 100 Sekunden das 2:0 nach. Da die Lausitzer im Angriff zielsicher waren, schienen die Defizite der Defensive übertüncht. Als zwischen der 18. und 21. Spielminute die Hausherren mit einem 5:1-Zwischenspurt die Differenz von zwei (11:9) auf sechs (16:10) Tore schraubten, glaubten nur wenige, dass die HFH-Männer das Spiel noch aus der Hand geben würden. Selbst in doppelter Unterzahl traf man. Doch Großenhain kämpfte; schmolz den Rückstand zur Pause auf die Hälfte ab – nur noch 18:15 für Hoyerswerda.

Bis zum 30:27 blieb der Drei-Tore-Vorsprung konstant, dann stockte der HFH-Angriffsmotor. Großenhain bekam Oberwasser, glich erstmalig im Spiel, 70 Sekunden vor der Schlusssirene, aus. Dann waren noch zehn Sekunden auf der Uhr. 31:31, Hoyerswerda hat die Kugel. Doch ein hastiger (Fehl-)Wurf bringt die Gäste in Ballbesitz, und die machen es besser: Die erste Gästeführung überhaupt (!) in dieser Partie besiegelte zwei Sekunden vor Schluss die unnötige und vermeidbare Niederlage.
HFH-Trainer Thomas Kaiser war sauer. „Desolat, was wir in der Abwehr gemacht haben. Keine Kommunikation. Keine Ansagen. Nichts!“ Nur mit der Offensive war er zufrieden. Ob die alleine nächste Woche in Neugersdorf ausreicht?

HFH: Robert Ide, Stefan Strykowski – Franz Wittig (8), Sören Huth (5/2), Nico Pollack (4), Gregor Glathe (4), Marko Gäbler (4/2), André Berthold (3), Robin Haack (2), Felix Socke (1), Franz-Richard Breß, René Krahl, Julian Bahl


Auswärtssieg des LHV Hoyerswerda in Görlitz war ein schweres Stück Arbeit

18.11.2014 16:10

Lukas Baase, hier am Ball in einem früheren Heimspiel, traf in Görlitz fünf Mal.
Lukas Baase, hier am Ball in einem früheren Heimspiel, traf in Görlitz fünf Mal.

Handball-Sachsenliga Herren: Nach dem 32:26-Sieg in Görlitz kommt am Sonnabend für den LHV Hoyerswerda eine erste Stunde der Wahrheit gegen den Spitzenreiter Plauen.

Hoyerswerda setzte sich am späten Sonntagnachmittag an der Neiße durch und bleibt somit vor dem Topspiel, siehe Artikel-Ende, ungeschlagen. Doch bevor die Spieler diesen Sieg bejubeln konnten, mussten sie eine Menge Arbeit vollbringen.

In den ersten Minuten kamen die Hoyerswerdaer Männer von Trainer Conni Böhme schwer in das Spiel, denn man musste sich erst auf die Görlitzer Mannschaft sowie auf die Schiedsrichter einstellen. So stand es nach zehn Minuten 3:5 aus Sicht der Zuse-Städter und der in den letzten Wochen fast zur Gewohnheit gewordene Blitzstart blieb diesmal aus. Conni Böhme musste eine Auszeit nehmen, da sich sein Team immer wieder auch durch die Entscheidungen der Schiedsrichter irritieren ließ und weiterhin nicht den richtigen Rhythmus gegen die Görlitzer fand.

Die deutliche Ansprache sollte vor allem bezwecken, dass man sich nicht weiter auf die Schiedsrichterentscheidungen konzentriert, sondern ausschließlich auf das eigene Spiel. In der Folge nahm der LHV den Kampf gegen einen gut spielenden Gastgeber besser an und das merkte man nun auch am Ergebnis. Nach 25 Minuten schien es, als hätten die Elsterstädter die schwierige Phase überwunden und führten nun mit 13:12. Bis zur Pause konnte dieser Vorsprung noch ein wenig ausgebaut werden und es ging mit 16:14 in die Kabine.

Kaum war die Pause vorbei, stand es aber bereits 16:16; der Vorsprung war wieder dahin und es wurde ein sehr hart geführtes und spannendes Spiel, bei dem sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit sollte sich dieses Bild nicht ändern. Eine Mannschaft legte vor und die andere zog direkt nach. Dann brachte Conni Böhme den in der ersten Halbzeit unglücklich agierenden Eric Zeithamel wieder ins Tor und dieser vernagelte sprichwörtlich den LHV-Kasten. In den letzten zehn Minuten wurde er, in Verbindung mit der deutlich besser werdenden Abwehr, zur fast unüberwindlichen Hürde für die Görlitzer. Egal, ob sie es per Konter, aus dem Rückraum oder gar per Siebenmeter versuchten – der LHV-Torhüter blieb der Sieger. In den letzten Minuten war die Gegenwehr der Neißestädter gebrochen. Auch der konditionelle Vorteil der Gäste aus Hoyerswerda wurde immer deutlicher, und so konnten sie das Ergebnis noch ein wenig nach oben schrauben, sodass am Ende ein hart erkämpfter und wichtiger Sieg mit 32:26 steht.

Trainer Conni Böhme resümierte: „Gegen ein gutes Team aus Görlitz haben wir mit einer kämpferischen Mannschaftsleistung zwei wichtige Punkte geholt.“ Ähnlich sah’s sein Spieler Ringo Schäfer: „Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel. Wir hatten es heute nicht leicht, unseren Rhythmus zu finden, was an einem guten Gegner, aber auch an unseren eigenen Fehlern lag. Unser Spiel im Angriff war meist zu statisch und in der Abwehr haben wir die richtige Abstimmung erst in der zweiten Halbzeit gefunden. Nichtsdestotrotz hat man gesehen, dass die Truppe auch solche Spiele positiv für sich gestalten kann und somit liegen wir weiter auf Kurs.“

Nach diesem harten Spiel, das mit einigen Blessuren verbunden war, heißt es nun, in der Trainingswoche vor dem Topspiel gegen Plauen-Oberlosa Wunden lecken und wieder fit werden. Am jetzigen Sonnabend, dem 22. November, ertönt um 17 Uhr in der Halle des BSZ an der Hoyerswerdaer Käthe-Kollwitz-Straße 5 der Anpfiff zur Partie gegen Tabellenführer Plauen-Oberlosa (14:0 Punkte). Nach diesem Kampf sollte Hoyerswerda (zurzeit 13:1) ganz oben stehen.

LHV Hoyerswerda: Max Kastner, Jonas Kossow, Eric Zeithamel – Ben Krahl, Lukasz Stodtko (5 Tore), Tobias Sieber (3), Lukas Baase (5), Christian Herzer, René Schubert (4), Robert Devantier (1), Ronny Eckert, Michal Naimann (7/4), Malik Reimann (2) und Alexander Canbek (5)


Nur Bergen geht als Sieger vom Platz

17.11.2014 15:14

In dieser Szene scheint DJK-Kapitän Benjamin Pohl von seinem Schwepnitzer Gegenspieler nicht aufzuhalten sein. Foto: WM
In dieser Szene scheint DJK-Kapitän Benjamin Pohl von seinem Schwepnitzer Gegenspieler nicht aufzuhalten sein. Foto: WM

Die LSV-Männer siegen in der Kreisoberliga gegen Ralbitz. Zeißig trennt sich in Crostwitz torlos. Wittichenau unterliegt knapp – 1919 wieder deutlich.

SV Bergen 1990  - DJK Sokol Ralbitz Horka 2:1

Die Gäste kamen
gestern als Tabellenvierter nach Bergen, begannen die Partie äußerst verhalten und überließen den Hausherren zunächst das Geschehen. Die LSV-Männer um Kapitän Alexander Marchl starteten mit Elan und kreierten in den ersten Minuten gute Einschussmöglichkeiten. Tobias Passeck und Christoph Richter zielten dabei aber noch zu ungenau. Bergen war in den ersten 20 Minuten klar der Chef auf dem Norbert-Passeck-Sportfeld und bot bis dahin den 70 Zuschauern ansehnlichen Fußball. In der 25. Minute brachte Stefan Koark einen Freistoß punktgenau auf den Kopf von Tobias Passeck. Dieser köpfte gekonnt zum 1:0 für den LSV ein. Nach der Führung wurden die Gäste etwas stärker und kamen zu ersten gefährlichen Halbchancen.

Mit einsetzendem Regen wurde das Geläuf immer unangenehmer für die Akteure. Nun versprangen zahlreiche Bälle und die Unzulänglichkeiten nahmen mehr und mehr zu. Jetzt wurde Fußball ausschließlich gekämpft. Nach dem Pausenpfiff dauerte es keine fünf Minuten, als erneut Stefan Koark einen Sahnepass zum durchstartenden Patrick Scholz spielte. Bergens Nummer „12“ markierte nach diesem Zuspiel sein sechstes Saisontor und das zwischenzeitliche 2:0. Ralbitz kämpfte aber weiter und kam zu guten Chancen. Bergens Schlussmann Robert Henning bekam nach einem Drehschuss aus zehn Metern noch seine Fingerspitzen an das Spielgerät und lenkte die Kugel an den Querbalken. Die Gäste gewannen nun fast jeden Ball und drückten mit ihrer beeindruckenden körperlichen Präsenz auf den Anschlusstreffer. In der 80. Minute wurden die Bemühungen belohnt, als Antonius Walde zum 2:1 traf. In den letzten zehn Minuten kämpfte Bergen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und brachte diesen Sieg über die Zeit. Bergen überholt Ralbitz in der Tabelle und ist nun Fünfter mit 26 Zählern. Die DJK rutscht nach der Pleite auf Tabellenplatz sechs. (WM)
Bergen spielte mit: Robert Henning, Niels Perlitz, Kevin Rietz, Alexander Marchl, Robby Hiller, Christoph Richter, Stefan Koark, Patrick Scholz (67. Denny Püschel), David Pohl, Tobias Passeck (88. Stephan Sulk), Steffen Kloß (89. Andreas Jordan)

DJK Blau-Weiß Wittichenau - SV G/W Schwepnitz 2:3

Die gute Anfangsphase der ersten Minuten der Wittichenauer verpuffte sehr schnell. Schwepnitz übernahm frühzeitig das Spielgeschehen. Mit Tempo gestalteten die Gäste das Spiel in der ersten Halbzeit und agierten ständig nach vorn. In der 16. Minute konnte Mark Bürger die Gäste in Führung schießen. In der 30. Minute erhöhte Mark Bürger zum 0:2. Schwepnitz nutzte seine Chancen konsequent und stellte die Weichen in der ersten Halbzeit auf Sieg.

Kurz nach dem Wiederanpfiff gelang Sven Zschiesche sogar das 0:3 (50.). Erst dann konnte Wittichenau ein wenig Druck aus dem Spiel zu nehmen. Marcus Thomas gelang das 1:3 (69.). Ab der 70. Minute merkte man den Gästen aus Schwepnitz an, dass sie k.o. waren und das Tempo nicht länger durchhalten konnten. Das wäre die Möglichkeit für die Wittichenauer gewesen. Aber es dauerte bis zur 91. Minute, als Benjamin Pohl den Anschluss schaffte. In den letzten drei Minuten der Nachspielzeit hatte Wittichenau mehrmals die Chance zum Ausgleich.
Aber es sollte eben nicht gelingen, denn es war nicht der Tag für die Wittichenauer, so sah es auch DJK-Trainer Waldemar Adamowicz: „Die Schuld an der Niederlage sehe ich am krankheitsbedingten Fehlen einiger guter Spieler. Aber wir müssen das Spiel jetzt schnell abhaken und uns die Punkte woanders holen.“ (WM)
Wittichenau spielte mit: Robert Ahrens, Benjamin Pohl, Martin Sauer, Marco Groß, Mario Korch, Frank Popella (50. Tino Schapals), Marcus Thomas, Oliver Brösan, Sebastian Gräfe (63. Stefan Liebsch), Paul Graf, Jan Pfennig

SC 1911 Großröhrsdorf  - Hoyerswerdaer SV 1919 5:0

Wie schon in der Vorwoche gegen Crostwitz kassiert 1919 eine 0:5-Niederlage. Dabei hatte der Gast Chancen, seine magere Torausbeute (erst vier Treffer in elf Spielen) zu verbessern. So traf Erik Lanzky am Tormann vorbei den Ball den Innenpfosten und von dort kam der Ball in die Arme des Tormanns (20.). Großröhrsdorf hatte zwar auch Chancen, aber der HSV 1919 hatte den Gegner bis zur 35. Minute weitestgehend im Griff. In der 36. Minute gelang den Gastgebern aber durch Stefan Mühlbauer ein Kullertor zum 1:0. Das kratzte zwar schon ein wenig an der Moral der HSV-Männer. Trotzdem kämpften sie nach dem Rückstand weiter und versuchten nach vorn zu kommen. Doch kurz vor der Pause kassierten sie unglücklich durch Max Häfners Eigentor das 0:2. Nach einer Ecke wollte Max Häfner den Einschuss verhindern und lenkte den Ball dabei ins eigene Tor.

In der 2. Halbzeit fanden die Hoyerswerdaer eigentlich recht gut ins Spiel. Dann kam es zum umstrittenen 3:0 durch Tobias Thomschke. Der Schiedsrichter ahndete einen Fallrückzieher im 5-Meterraum nicht. Das war im Prinzip die Vorentscheidung im Spiel. Danach war dann die Moral der Männer vom HSV 1919 gebrochen, obwohl sie sich auch weiter mühten. In der 76. Minute wurde ein Freistoß in den 1919-Strafraum geschlagen und Stefan Mieth konnte zum 5:0 einköpfen.

Mit der letzten Aktion im Spiel gelang Gyula Csomor der 5:0-Endstand (91.). „Wir stehen am Ende, haben auch leider nicht das Glück und haben am Ende die Niederlage verdient“, sagte 1919-Trainer Lutz Schmuck. „Trotz aufopferungsvollem Kampf stehen wir leider wieder mit leeren Händen da.“ (WM)
HSV 1919 spielte mit: Jens Thiele, Martin Manthei, Max Häfner, Nico Kubaink, David Schön (63. Enrico Paula), Torsten Bierholdt, Kevin Kratschmer (46. Lieven Trautman), Erik Lanzky, Christopher Heinze, Roberto Wach, Jakob Bramborg

SG Crostwitz - SV Zeißig 0:0

Sonntagnachmittag begegneten sich in Crostwitz zwei Mannschaften auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit wirkte der SV Zeißig einen kleinen Tick besser und konnte mit guten spielerischen Anlagen überzeugen. Beiden Teams gelang es aber nicht, eine ihrer zahlreichen Chancen zu verwerten. Die größte hatte der Gastgeber kurz von Schluss. Am Ende war das Unentschieden leistungsgerecht und die Zeißiger müssen Bischofswerda nach deren 7:0-Erfolg gegen Rammenau in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Da auch Germania Bautzen gewann, wächst der Zeißiger Rückstand zur Spitze auf sechs Punkte. (WM/hl)
SV Zeißig spielte mit: Hubertus Zschorlich, Tony Bach, Andreas Kober, Nico Heinecke, Rene Guroll, David Schumacher, Denny Görner (55. Florian Kümmig), Tom Tschierske, Ron Schuster, Rostam Geso, Christopher Franke (82. Marco Helling)

 


Nach zehn Jahren ist Schluss

16.11.2014 19:55

Ein Bild aus besseren Zeiten. Jetzt arbeitet SC-Trainerin Kerstin Herzer (l.) nicht mehr mit der 1. Mannschaft
Ein Bild aus besseren Zeiten. Jetzt arbeitet SC-Trainerin Kerstin Herzer (l.) nicht mehr mit der 1. Mannschaft

SC-Trainerin und ihre Frauenmannschaft gehen getrennte Wege

Kerstin Herzer ist nicht mehr Trainerin der 1. Frauenmannschaft des SC Hoyerswerda. Grund sind Differenzen zwischen Teilen der Mannschaft und der 52-Jährigen. Daraus folgte in der Vorwoche die Trennung. „Beide Seiten, Mannschaft und Trainerin, sind zu dieser Entscheidung gekommen“, sagte Torsten Ruban-Zeh, der beim SC nicht nur Präsident, sondern auch Leiter der Abteilung Handball ist. Die Mannschaft wird nun von Michaela Krausch trainiert, die bisher Co-Trainerin von Kerstin Herzer war.

Kerstin Herzer hatte die Frauenmannschaft nach ihrer aktiven Karriere als Torhüterin im Verein vor zehn Jahren übernommen. 2012 stieg der SC aus der Verbandsliga in die Sachsenliga auf, im April dieses Jahres in die Mitteldeutsche Oberliga. Die Abteilungsleitung will bis zu Beginn der 2. Halbserie im Januar eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht, so Torsten Ruban-Zeh. Am Samstag verlor der SC gegen Görlitz mit 25:30.